Do., 28.01.2016

Bahn sperrt aus Sicherheitsgründen Brücke am Ziegeleiweg / Uneinigkeiten bei der Sanierungspflicht Stadt verklagt voraussichtlich die Bahn

Bahn sperrt aus Sicherheitsgründen Brücke am Ziegeleiweg / Uneinigkeiten bei der Sanierungspflicht : Stadt verklagt voraussichtlich die Bahn

Um diese Brücke geht es: Die Eisenbahnbrücke am sogenannten Ziegeleiweg (Bockelsdorf) soll ab dem kommenden Montag für den Verkehr komplett gesperrt werden. Foto: Stephanie Dircks

Billerbeck. Gegen die Deutsche Bahn (DB) wird die Stadt Billerbeck voraussichtlich eine Klage einreichen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Der Grund: Die Eisenbahnbrücke am sogenannten Ziegeleiweg (Bockelsdorf), der die Landstraßen 506 und der Landstraße zwischen Havixbeck und Billerbeck miteinander verbindet, soll ab dem kommenden Montag (1. 2.) für den Verkehr komplett gesperrt werden – für unbestimmte Zeit. Und aus Sicherheitsgründen, wie die Bahn informiert. „Die Brücke ist so baufällig, dass die Autos sie nicht mehr befahren dürfen“, so ein Bahnsprecher. Daher werde die Brückenzufahrt abgesperrt und der Fahrbahnbelag entfernt. Die Umleitung – auch für die Anlieger – erfolgt über die „Beerlager Straße“ (Landesstraße 506, Billerbeck – Altenberge).

Von Stephanie Dircks

Viele verschiedene Gespräche habe es zwischen der Stadt und der Bahn gegeben. Die DB sehe sich nicht für eine Sanierung zuständig. Denn: Der über die Brücke führende Wirtschaftsweg sei kein öffentlicher Weg – auch, wenn er von vielen Verkehsteilnehmern als Verbindung zwischen den beiden Landstraßen genutzt werde. Daher sei dies eine private Erschließung, für die keine grundbuchrechtliche Absicherung bestehe. Die Brücke könne erhalten werden, wenn die Stadt sie in diesem baufälligen Zustand übernehme und die kompletten Kosten für eine Sanierung trage. „Sonst wird sie zurückgebaut und abgerissen“, so der Bahnsprecher auf Nachfrage unserer Zeitung weiter.

Das sieht die Stadtverwaltung anders. In einem kurzfristig anberaumten Gespräch am vergangenen Montag konnte keine Einigung erzielt werden, wie die Stadtverwaltung berichtet. Die Stadt werde nun den Sachverhalt rechtlich prüfen lassen und voraussichtlich den Klageweg beschreiten. Sie geht davon aus, dass die Bahn seinerzeit zum Bau der Brücke verpflichtet war, da sie mehreren privaten Grundstückseigentümer durch den Bau der Bahnstrecke die Erschließung genommen hat. Und an dieser Verpflichtung habe sich nichts geändert. Wenn die Bahn der Stadt die Brücke übereignen, also „schenken“ wolle, könne dies allenfalls in einem einwandfreien Zustand geschehen, heißt es in der Stellungnahme weiter.

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