Fr., 29.04.2016

Rathaus und Lawi umgestellt / Freibad und Wohnmobil-Stellplatz folgen / Gespräche mit Werbegemeinschaft Offenes WLAN durch Freifunk

Rathaus und Lawi umgestellt / Freibad und Wohnmobil-Stellplatz folgen / Gespräche mit Werbegemeinschaft : Offenes WLAN durch Freifunk

Damit das offene WLAN über Freifunk flächendeckend erfolgreich läuft, müssen sich viele Nutzer beteiligen. Foto: Archiv

Billerbeck. Freibadgäste können auf der Liegewiese Youtube-Filmchen sehen, Flüchtlinge in den Unterkünften Kontakt zu ihren Lieben daheim halten und beim Shopping kann der Kunde mal schnell was auf Facebook posten: Nach und nach soll in Billerbeck die Nutzung des Internet immer mehr im offenen WLAN möglich werden und zwar über Freifunk. Dass die Stadt in diesem Sinne die ehrenamtliche Initiative Freifunk Münsterland aktiv unterstützt und am Aufbau eines entsprechenden Netzwerks mitarbeitet, hat der Hauptausschuss nun beschlossen.

Von Ulrike Deusch

Ein Vorstoß der Stadt und ein Antrag zum Freifunk der SPD-Fraktion hatten sich dabei zeitlich überschnitten. Die Stadt hat das offene WLAN am Rathaus bereits im vergangenen Jahr vom eigenen Router auf WLAN umgestellt. „Dort, wo es möglich ist, haben wir auch die Unterkünfte der Flüchtlinge schon mit freiem WLAN ausgestattet“, teilte Fachbereichsleiter Hubertus Messing dem Ausschuss mit. Die Bewohner können so nicht nur Kontakt zur Heimat halten, sie nutzen auch Übersetzungsprogramme zur Verständigung. „Nicht im gesamten Freibad, aber doch im Kinderbeckenbereich und auf Teilen der Wiese werden wir das WLAN-Netz öffnen“, so Messing. Auch am Wohnmobil-Platz werden die Gäste über Freifunk das WLAN nutzen können, im Bahnhof auch, in der LAWI ist es schon so weit. Daneben gibt es Bürger und Einrichtungen, die Freifunk nutzen – der Sportpark etwa. „Mit den Mitgliedern von Billerbeckerleben sind wir im Gespräch“, berichtete Bürgermeisterin Marion Dirks. Ein Info-Abend soll bald folgen.

Die Initiative Freifunk Münsterland beschreibt sich selbst als „ein öffentliches, von Bürgern organisiertes, freies WLAN“. Jeder, der mitmacht, gibt Bandbreiten, die er selbst nicht benötigt, für die Öffentlichkeit frei. Auf diese Weise entsteht ein flächendeckendes offenes WLAN-Netz. Der Charme: Freifunk garantiert die Freistellung von allen haftungsrechtlichen Fragen (Störerhaftung). Benötigt wird ein besonderer Router, der nach Angaben von Freifunk ab 20 Euro erhältlich ist. Marion Dirks: „Das ist eine tolle Initiative, für die wir viele Menschen brauchen.“| www.freifunk-muensterland.de

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