So., 07.05.2017

Erzbischof Guido Pozzo aus Rom zu Gast im Billerbecker Dom / Gemeinsame Feier der Tridentinischen Messe „Unser Horizont ist dem Himmel geöffnet...“

Erzbischof Guido Pozzo aus Rom zu Gast im Billerbecker Dom / Gemeinsame Feier der Tridentinischen Messe : „Unser Horizont ist dem Himmel geöffnet...“

Ein feierliches Pontifikalamt mit Erzbischof Guido Pozzo aus Rom wurde am Samstag im Billerbecker Dom gefeiert. Foto: Elmar Jeßen

Billerbeck. Wenn im Billerbecker Dom die über sieben Tonnen schwere Ludgerus-Glocke zu läuten beginnt, steht Außerordentliches bevor. So auch am Samstag, als ein feierliches Pontifikalamt in der sogenannten außerordentlichen Form mit Erzbischof Guido Pozzo aus Rom gefeiert wurde. Bekannt ist diese Form auch unter dem Namen Tridentinische Messe, die bis zur Liturgiereform 1963 durch das II. Vatikanische Konzil in allen katholischen Kirchen zelebriert wurde. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass Gebete und Lesungen in Latein gesungen werden. Außerdem steigern zahlreiche zeichenhafte Handlungen und festliche Gewänder die Würde der Liturgie. Schließlich wird die Messe am Hochaltar in Richtung der aufgehenden Sonne gefeiert, da die Kirche seit alters her die Wiederkunft Jesu Christi aus dem Osten erwartet. Hierfür wurden vor dem Hochaltar des Domes eigens eine Stufenanlage errichtet und der Altar mit Blumen und großen Kerzen festlich geschmückt.

Von Lukas Maschke

Erzbischof Pozzo zeigte sich beeindruckt von der erhabenen Schönheit des Ludgerus-Domes. Er unter-strich in seiner Predigt, wie wertvoll die zeitlose Form der Messe im Römischen Ritus sei. Er erinnerte daran, dass diese Messe durch ihr Schweigen, durch ihre Ehrerbietung und meditative Teilnahme deutlich mache, „dass unser Horizont nicht mit der Welt endet, sondern dem Himmel geöffnet ist.“

Diese Messform erfreue sich wieder zunehmender Beliebtheit, vor allem bei jüngeren Gläubigen aus der ganzen Welt. Dies war auch am Samstag eindrücklich erlebbar: Die Gottesdienstbesucher kamen aus ganz Deutschland, Frankreich, Italien, England, Spanien den Niederlanden und sogar Amerika. Propst Hans-Bernd Serries begrüßte über 300 Gäste und freute sich über das sichtbare Zeichen der Verbundenheit mit der Weltkirche. Alle Besucher konnten somit erfahren, was als Inschrift in die große Ludgerus-Glocke eingelassen ist: „Glaube überwindet Grenzen.“

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