So., 08.10.2017

Erstes Kindermusikfestival reißt Groß und Klein mit / Lob für Liedermacher-Quartett / Autogrammstunde Bei „Ente Pudding“ bebt die Aula

Erstes Kindermusikfestival reißt Groß und Klein mit / Lob für Liedermacher-Quartett / Autogrammstunde: Bei „Ente Pudding“ bebt die Aula

Die vier Akteure auf der Bühne bringen ihr junges Publikum zum Toben. Foto: az

Billerbeck. „Ich fand es richtig, richtig gut.“ Lucy (5) fasst das erste Billerbecker Kindermusikfestival in einem Satz zusammen.

Von Julia Walde

In der Aula der Gemeinschaftsschule haben sich bereits um 11 Uhr morgens zahlreiche junge und alte Musikliebhaber getroffen, um dem ersten Musikfestival nur für Kinder beizuwohnen und vier Kinderliedermacher live auf der Bühne zu sehen: Ferri aus Frankfurt, Robert Metcalf aus Berlin, Markus Rohde aus Oldenburg und Billerbeck-Star Klaus Foitzik. Diese Vier betreten pünktlich die Aula und bahnen sich – mit Blockflöten bewaffnet – den Weg durch die Menge. Schnell wird klar, dass es bald deutlich lauter wird.

So verpflanzt sich Ferri an seinen Bass, Klaus Foitzik nimmt die Trommelstöcke in die Hand, Markus Rohde übernimmt die E-Gitarre, und Robert Metcalf stimmt das erste Lied an. „Ich bin anders als du“, heißt der Eröffnungssong, der die Kinder sofort mitreißt. Laut singen sie den Text mit und ahmen die Bewegungen nach.

Danach geht es Schlag auf Schlag: Die vier Liedermacher stellen Lieder aus ihrem Repertoire vor. Klaus Foitzik betritt mit seiner Ente „Pudding“ die Bühne, und von den eingefleischten Fans vor der Bühne hört man sofort die „Pudding“-Rufe. Und das „Mama-Jammer-Spiel“ ist mittlerweile zu einem echten Klassiker geworden. Die Kinder werden unter Anleitung von Markus Rohde auf eine spannende Schifffahrt mitgenommen und helfen den Künstlern, das Segel zu setzen und den Schiffsboden zu wischen.

Doch auch ernstere Themen werden angesprochen: So zum Beispiel von Liedermacher Ferri, der davon singt, dass kein Kind wegen seines Aussehens oder seiner Herkunft ausgegrenzt werden darf. Lautstark wird nach dem letzten Lied eine Zugabe gefordert – und so geben die Künstler beim letzten Lied noch einmal alles. Die Aula bebt. Die Kinder wollen ihre Idole gar nicht mehr von der Bühne lassen und gestatten es dann doch, weil ja eine Autogrammstunde bevorsteht.

Die Liedermacher nehmen sich Zeit für ihre jungen Fans und schreiben Autogrammkarten, verkaufen CDs und kommen mit den Kindern und deren Eltern ins Gespräch. Die sind hin und weg von dem Konzert: „Wir kennen Klaus Foitzik“, erzählt Konzertbesucherin Monika, die mit ihrem Sohn Hannes da ist, und erklärt weiter: „Wir waren schon auf einigen Konzerten, deshalb war das Konzert hier heute ein Muss.“ „Das Singen war super“, fügt Hannes hinzu und lacht. „Wir sind mit unseren Enkelkindern hier“, erzählen Gertrud und Lisa, „die sind ein Jahr alt, aber Musik ist immer schön, egal wie alt man ist, und die Lieder sind einfach toll.“ Ein Lieblingslied gibt es auch, zumindest für Jannis: „Ich fand das Mama-Jammer-Spiel am besten.“

Auch Klaus Foitzik zeigt sich nach dem Konzert bestens zufrieden: „Die Organisation ist perfekt. Die Kinder wollten gar nicht gehen. Das ist toll. Diese Wertschätzung für die Musik freut mich, und in diesem gemütlichen Rahmen können wir auch super mit den Kindern in Kontakt kommen.“

Gut 170 Kinder und Erwachsene haben sich die erste Show angeguckt. Ein zweites Kindermusikfestival ist schon in Planung. „Dieses Mal wollen wir mit den Kindern zusammen die Lieder schreiben. Dafür werde ich demnächst in den Kindergärten und Grundschulen gucken, was die Kinder so für Ideen haben“, verrät Foitzik und dankt nach dem Konzert allen helfenden Händen, die zum Gelingen beigetragen haben.

Google-Anzeigen
Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5210761?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947609%2F