Mo., 01.01.2018

Oratorium im Dom / Kirche mit 800 Zuhörern voll besetzt / Kantor Lukas Maschke leitet Chöre und Orchester Paulus-Geschichte gesanglich erzählt

Oratorium im Dom / Kirche mit 800 Zuhörern voll besetzt / Kantor Lukas Maschke leitet Chöre und Orchester: Paulus-Geschichte gesanglich erzählt

Kantor Lukas Maschke (r.) leitete die Chöre und das Orchester beim Paulus-Oratorium. Foto: az

Billerbeck. 800 Besucher füllten den Ludgerusdom in Billerbeck am Abend vor Silvester bis zum letzten Platz aus, um der Aufführung des Paulus-Oratoriums von Felix Mendelssohn-Bartholdy beizuwohnen. Die gewaltige, stufenförmige Tribüne im Chorraum nahm rund 150 Sänger der Chöre des Propsteichores Billerbeck, des Vokalensembles Crescendo und des Kirchenchores St. Felizitas Lüdinghausen auf. Zusammen mit 60 Musikern des Kourion-Orchesters Münster sangen und spielten sie unter der Leitung des Billerbecker Kantors Lukas Maschke das zweiteilige Oratorium, das in 160 Minuten die Geschichte des Paulus mit den Worten der Bibel erzählte.

Von Elvira Meisel-Kemper

Propst Hans-Bernd Serries freute sich nicht nur über das vollbesetzte Gotteshaus, sondern auch über das Thema dieses Konzerts: „809 verstarb an diesem Ort der erste Bischof von Münster, der Heilige Ludgerus. Das Bistum Münster erhielt durch ihn das Patronat des Heiligen Paulus. Es ist das einzige Patronat dieses Heiligen in Deutschland. Daher ist es schön, heute Abend an diesem Ort das Paulus-Oratorium zu hören.“

Stimmungsvoll interpretierte das Orchester die Ouvertüre, während der erste Choral mit den ausgeprägten Stimmen der vereinten Chöre und der instrumentalen Begleitung des Orchesters und der Orgel durch den Kantor Thomas Kleinhenz aus Lüdinghausen zur besungenen Paulus-Geschichte überleitete.

Berührend führten Heike Hallaschka (Sopran), Götz Phillip Körner (Tenor) und Monika Kleinhenz (Alt) mit rezitativen Arien durch die Geschichte des Apostels Paulus, der als glühender Verfolger der Christen im ersten Teil des Oratoriums als Saulus von Tarsus der Steinigung des Heiligen Stephanus zusah. Maximilian Kramer (Bass) füllte mit seiner Stimme die Rolle des Paulus dramatisch aus, während Körner mit seinem vibrierenden Tenor die Todesangst des Stephanus hervorhob.

„Wachet auf, ruft uns die Stimme“, war einer der Choräle, die der Komponist aus dem Werk von Johann Sebastian Bach in das Oratorium integrierte. Die Fanfaren der Hörner, durchbrochen von den Posaunen und untermalt von den Streichern ballten sich mit den Stimmen der Chöre zu einem der Höhepunkte des Konzerts.

„Das war bombastisch“, lobte der Billerbecker Heinrich Ahlers in den tosenden Schlussapplaus hinein. „Das war wunderbar. Die Dramatik wurde sehr schön betont“, staunte Ingrid Kühle, die aus Warstein angereist war. Auch der Coesfelder Edgar Tumbusch gehörte zu den begeisterten Besuchern: „Ich bin gerührt und überwältigt.“

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