Neu gebaute Häuser bezugsfertig / Aufnahmequote von 100 Prozent in Billerbeck noch nicht erfüllt
68 Flüchtlinge auf Wohnungssuche

Billerbeck. Anfang 2017 sind 203 geflüchtete Menschen in Billerbeck aufgenommen worden. Derzeit sind es 241. „Einen großen Schwung gab es im Sommer 2017. In einer Woche haben wir 50 Flüchtlinge aufgenommen“, so Martin Struffert, Leiter des städtischen Fachbereiches Soziales. Er informierte in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses über die aktuelle Flüchtlingssituation in Billerbeck.

Samstag, 27.01.2018, 05:11 Uhr

Neu gebaute Häuser bezugsfertig / Aufnahmequote von 100 Prozent in Billerbeck noch nicht erfüllt: 68 Flüchtlinge auf Wohnungssuche
Ab Februar können in diesem von der Stadt gebauten Mehrfamilienhaus geflüchtete Menschen einziehen. Foto: lsy

Menschen aus 23 verschiedenen Nationen werden zurzeit in der Domstadt betreut. Die Menschen, die aus Syrien, Iran, Irak, Somalia und Eritrea kommen, haben eine hohe Bleibewahrscheinlichkeit. „Bei den restlichen Flüchtlingen ist die Bleibewahrscheinlichkeit eher gering, aber dennoch nicht ausgeschlossen“, so Struffert. 144 Flüchtlinge haben inzwischen mindestens den subsidiären Flüchtlingsschutz.

Mit Erhalt dieses Schutzstatus endet auch die Verpflichtung, in einer Gemeinschaftsunterkunft wohnen zu müssen. „Aktuell sind viele Flüchtlinge mit der Stadt und in super toller Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helfern auf Wohnungssuche“, berichtete Struffert. Von den 144 haben 76 Flüchtlinge eine private Wohnung gefunden. Für 68 Menschen wird noch gesucht. „Das wird aber schwieriger, weil es die Wohnungen in dem Umfang nicht gibt. Und es gibt noch andere Billerbecker, die auf Wohnungssuche sind. Wir wollen sie nicht gegeneinander ausspielen“, betonte der Fachbereichsleiter.

Neun Gemeinschaftsunterkünfte, dezentral im Stadtgebiet verteilt, gibt es in Billerbeck – vier Objekte befinden sich im Eigentum der Stadt, fünf sind angemietet. Die Unterbringung ist beengt. „Wir haben noch 56 freie Schlafmöglichkeiten. Das hört sich erstmal gut an. Aber Billerbeck hat die Aufnahmequote nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz von 100 Prozent noch nicht erfüllt. Das ist nicht unser Verschulden, sondern wir haben diese Flüchtlinge noch nicht zugewiesen bekommen“, erklärte Struffert. „Zudem gibt es noch keine Klärung über den Familiennachzug.“ Außerdem wird noch eine der Gemeinschaftsunterkünfte geschlossen, „da eine notwendige Renovierung in keinem Verhältnis zum Nutzen steht“, so der Fachbereichsleiter. Dann werden weitere 17 Flüchtlinge in andere Wohnungen ziehen müssen. Wie lange eines der angemieteten Gebäude noch zur Verfügung steht, sei auch nicht bekannt. Die Kündigung des Mietverhältnisses könne kurzfristig erfolgen, so Struffert.

Eine Lösung ist die Unterbringung der Flüchtlinge in die extra gebauten Mehrfamilienhäuser an der Osterwicker Straße (Ecke Feuerwehr) sowie an der Ludger-Hölker-Straße (Ecke Neuer Friedhof). „Das Haus an der Ludger-Hölker-Straße ist bezugsfertig, das an der Osterwicker Straße ab Februar“, so Struffert. „Wir werden die Ein- und Umzüge jetzt kurzfristig angehen. Die Menschen, die in den neuen Häusern untergebracht werden, werden übergangsweise zur Abwendung von Obdachlosigkeit dort eingewiesen und sollen gleichzeitig weiter auf Wohnungssuche gehen.“

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