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Di., 06.03.2018

Billerbeck Regelungen sollen festgezurrt werden

Billerbeck: Regelungen sollen festgezurrt werden

Für das Wochenendhausgebiet Stevede sollen mit einem Bebauungsplan verbindliche Regelungen festgelegt werden. Dauerwohnen soll es mittelfristig nicht mehr geben. Heute ist das Thema im Bauausschuss. Foto: Archiv

Coesfeld. Für das Wochenendhausgebiet Stevede soll nun der entscheidende Schritt gemacht werden und der Bebauungsplan als Satzung beschlossen werden. Das Thema steht im Bauausschuss Mittwoch, 7.3., auf der Tagesordnung (17 Uhr Rathaus).

Von Viola ter Horst

Ziel ist es, das Gebiet damit in geordnete Bahnen zu lenken. Der den 80er Jahren entstandene Campingplatz hat sich bekanntlich deutlich über die ursprünglichen Grenzen hinaus entwickelt. Zu viel von allem, meint die Stadt: die Wochenendhäuser dienen inzwischen vielen Bewohnern als Dauerwohnsitz und wurden ohne bauordnungsrechtliche Genehmigung errichtet.

Ein Brand vor rund fünf Jahren war der Auslöser dafür, dass die Stadt den Platz überprüfte.

Auch bauordnungsrechtliche Mängel will die Stadt mit den jetzigen Planungen beseitigen und dabei den Bestand soweit wie möglich legalisieren. Das Dauerwohnen auf dem Platz soll mittelfristig ausgeschlossen werden.

Mit dem Betreiber des Wochenendhausgebietes hat die Stadt nun einen Vertrag abgeschlossen, in dem Regelungen verbindlich festgelegt werden, so etwa zur Löschwasserversorgung. Auch einen Feuerwehrplan muss der Betreiber erstellen. Verschiedene weitere Hinweise von beteiligten Behörden und Träger öffentlicher Belange fließen in die Planung ein und stehen heute noch einmal zur Beratung.

Und wie geht es mit dem Thema Dauerwohnen weiter? Die Stadt informiert auf Nachfrage, dass im Moment im Wochenendhausgebiet Stevede 104 Personen leben. Fast die Hälfte von ihnen – 51 Personen – haben eine dauerhafte Duldungserlaubnis erhalten. Und zwar deshalb, weil sie zum Stichtag 15.7.2016 über 65 Jahre alt waren.

„Für die übrigen 53 Personen laufen noch Gespräche im Rahmen der Anhörung“, so die Stadt. Diese Verfahren würden individuell gehandhabt, es gehe dabei auch um sensible Sachverhalte und Lebensgeschichten. Es werde geklärt, ob ein individueller Härtefall vorliegt, der zu einer Dauerduldung führen würde.

Kriterien für eine solche Duldung: Minderjährige erhalten eine befristete Duldung bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, längstens bis zum Abschluss der (ersten) Berufsausbildung. Für Bewohner zwischen dem 18. und dem 65. Lebensjahr kann es eine individuelle Härtefallregelung aus medizinischen Gründen geben.

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