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So., 10.06.2018

Billerbeck Erfrischender Mix aus bunter Action

Billerbeck: Erfrischender Mix aus bunter Action

Der Graffiti-Workshop ist bei den jungen Leuten immer wieder stark gefragt. Fotos: Iris Bergmann Foto: az

Billerbeck. „Das Risiko, nass zu werden liegt heute bei null Prozent.“ Paul vom Radio-Workshop gibt gekonnt die Wetterlage für Samstag durch. Und er hat recht: strahlender Sonnenschein, blauer Himmel und sommerliche Temperaturen begleiten das fünfte Baumberge Culture Camp am Helker Berg in Billerbeck. Nass wird nur, wer sich unter dem aufgestellten Rasensprenger eine Erfrischung gönnt.

Von Iris Bergmann

„Eine Stunde nach Eröffnung waren schon 250 Kinder da“, freut sich Gero Tschesche von der aufsuchenden Jugendarbeit in Billerbeck und im Laufe des Tages kommen noch viele hinzu. Allein aus Coesfeld sind 40 Kinder und Jugendliche gemeinsam mit den Betreuern im Bus nach Billerbeck gekommen. Aber auch aus Nottuln, Havixbeck oder Rosendahl und natürlich aus Billerbeck sind Mädchen und Jungen da. „Ich bin einfach nur froh, dass es sich nicht nur lohnt, sondern dass alle das unterstützen“, so Tschesche.

Mit Unterstützung meint er nicht nur die finanzielle Förderung durch den Kulturrucksack NRW, sondern die Mithilfe etlicher Engagierter beim Aufbau des Camps, denn das lag in den Händen von Gero Tschesche und „einem harten Kern von zehn ehrenamtlichen Helfern, die sich teilweise sogar Urlaub genommen haben, um hier mithelfen zu können“, so Tschesche stolz. Gearbeitet wurde nach dem Motto: „Das Ding ist erst fertig, wenn es fertig ist.“ Bereits drei Tage vorher hatten sie mit dem Aufbau der einzelnen Zelte begonnen, hinzu kamen dann natürlich noch die organisatorischen „Kleinigkeiten“. „Na ja, und bis wir alles wieder weg haben, wird es Montag sein“, weiß Tschesche.

Aber der Aufwand und die Arbeit für das Culture Camp lohnt sich einmal mehr angesichts der vielen fröhlichen Gesichter der Jungen und Mädchen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren. Die Organisatoren haben nämlich „die Nase im Wind“ und wissen, was die Zielgruppe will. „Das macht die Jugendarbeit aus“, erklärt Gero Tschesche. So war zum Beispiel der Beatboxer Carlos eingeladen. Mundakrobat und gebürtig aus Trinidad. „Beatboxen ist das coolste Hobby, das man haben kann“, begeistert er die Kids und animiert sie, das Wort „Putzekatze“ ohne Vokale auszusprechen. Da sind bei einigen Geschickten schon schnell die Beatbox-Geräusche zu hören: „Ptzktz“.

Eher mit Mundschutz und künstlerischem Geschick sind die Mädchen und Jungen beim Graffiti-Sprühen dabei. Oder beim „Upcycling“, dem Aufpimpen von Stofftaschen mit eigenen Entwürfen. Kleine handwerkliche Könner zeigen sich beim Schnitzen. „Ja, das wird vielleicht ‘n Löffel oder ‘ne Schale, mal sehen“, sagt ein Junge aus Coesfeld. Erfrischende Cocktails selber mixen steht angesichts der Hitze hoch im Kurs. Hartgesottene aber sind nicht bange, sich am Lagerfeuer ein Stockbrot zu machen.

Noah und Stefan vom Longboard Münsterland geben Tipps und wissen viel über die verschiedenen Skateboards zu erzählen. Steffi Aertken und Kathrin Hoffmann vom Jugendzentrum Billerbeck malen Blumen und Schmetterlinge im Akkord auf Gesichter und Arme. Das Radio-Studio begeistert ebenso wie der Fotoworkshop oder die Kletterwand. Ein weiterer Höhepunkt ist der Wettbewerb mit Longboards auf der „Snakerun“. Egal an welcher Station, überall fröhliches Geplapper und strahlende Gesichter. „Alles passt“, freut sich Gero Tschesche.

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