Mo., 28.07.2014

Rund 3000 Besucher kamen / Rund 100 Aussteller mit fast 300 Fahrzeugen / Neuauflage Ansturm auf US-Cars und Oldtimer

Coesfeld. Sandy Frank Buchholz beobachtet ein wenig ungläubig den Besucheransturm auf das ehemalige Kasernengelände in Flamschen. Familien, Väter mit ihren Jungs, Motorradfahrer, Senioren und Menschen, angezogen wie in den 50er Jahren, strömen auf das Gelände. Im Hintergrund schallt Rockmusik. Es riecht nach verbranntem Gummi.

Von Sascha Kappel

Alle wollen zum zweiten US-Car- und Oldtimertreffen, das Buchholz und Roman Plottek veranstalten. „Mit so viel Andrang habe ich nicht gerechnet“, so Buchholz. Er grinst. Denn es ist an diesem Samstag gerade erst 14.20 Uhr. „Die Autos stehen schon bis auf den großen Parkplatz am Kasernentor“, so Buchholz.

Doch nicht nur die Besucherzahl überrascht ihn, sondern auch die Vielzahl an Leuten, die ihre Autos ausstellen. „Ich habe mit 50 bis 60 gerechnet. Es müssten mittlerweile um die 100 sein“, so Buchholz. Wie viele noch den Weg nach Flamschen finden, weiß er zu dem Zeitpunkt nicht. Denn anmelden musste sich keiner. Viele haben in Internetforen von der Veranstaltung gelesen. „Wären die Autos nicht da, würden wir uns blamieren“, so Mitveranstalter Roman Plottek.

Auf drei Geländeabschnitten präsentieren die Inhaber ihre Fahrzeuge, die eine PS-Zeitreise durch die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ermöglicht. Für Besucher zu entdecken gibt es unter anderem einen Edsel Villager von 1958, den Triumph TR4 Baujahr 1962, einen VW-Käfer, den Trabbi, einen DeLorean, bekannt aus der „Zurück in die Zukunft“ Reihe, und verschiedene Modelle des Ford Mustang.

Lothar Reinhardt aus Bocholt stellt seinen Mustang aus dem Jahr 1966 aus. „Den zu besitzen ist ein Lebensgefühl. Es war schon immer mein Traum, einen Ford mit V8-Motor zu haben.“ Was Reinhardt schon hat, möchte Klaus Kockert in spätestens drei Jahren auch gerne sein Eigen nennen. „Wenn meine Frau mir das endlich genehmigen würde. Ich habe aber nur 49 Prozent Stimmrecht“, sagt er mit einem Schmunzeln. Sein Traum sei ein Ford Mustang 68. Kockerts Kindern würde es gefallen. „Die Jungs interessieren sich für US-Cars. Darum sind wir hier.“

Die Sonne brennt den ganzen Nachmittag vom Himmel. Wer eine Pause braucht, kann sich mit Essen und Getränken versorgen-fast die einzigen Kosten für Besucher und Aussteller. Nur der Chauffeur-Service und das Konzert am Abend kosten etwas. „Wir wollen keinen Eintritt. Die Leute sollen kommen und Spaß haben“, so Buchholz. Die Einnahmen gehen an die Aktion Lichtblicke.

Am Tag danach ist Buchholz noch immer vom Erfolg überwältigt. „Inklusive Konzert schätze ich, dass wir 2500 bis 3000 Besucher hatten. Was ich sicher sagen kann ist, dass 293 US-Cars und Oldtimer da waren.“ Auf Grund der Resonanz ist für Buchholz klar: „Eine dritte Auflage des US-Car- und Oldtimertreffen im kommenden Jahr ist sehr wahrscheinlich.“

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