So., 13.10.2013

Pfarrer Hammanns joggte mit beim 20. Coesfelder Citylauf Johannes der Läufer

Coesfeld. Johannes, der kann es! Auch ohne Training. Vorm Start drückte er noch auf die Bremse: „Ich hab’ nur ein Ziel: ankommen.“ Hat geklappt! „Die Zeit war mir egal.“ Dass ihn einige Erzieherinnen vom Anna-Katharina-Kindergarten abgehängt hatten, kratzte ihn herzlich wenig. „Ich bin kein großer Sportler“, gab Johannes Hammanns, Pfarrer der Kirchengemeinde Anna Katharina, ehrlich zu. „Laufen ist nicht mein Ding.“ Dennoch schaffte er die 5 km beim Firmenlauf ohne Müh und Not. Sein Resultat: 31 Minuten und 33 Sekunden.

Von Ulrich Hörnemann

Mit „Mut zum Risiko“ (Original-Ton Hammanns) hatte er die Herausforderung angenommen – und mit der Note „Sehr gut“ bestanden, „Als ich hörte, dass unsere Erzieherinnen beim Citylauf mitmachen, dachte ich mir: Da muss ich auch hin.“ Dann lachte er und meinte mit breitem Grinsen: „Der Chef darf nicht fehlen.“ Obwohl Hammanns schon ahnte: „Oha, das wird hart!“

Mannomann, staunten die Zuschauer, die auf dem Marktplatz Spalier standen, der Hammanns, Jahrgang 1956, ist super drauf für sein Alter. „Am Donnerstag bin ich zum ersten Mal in meinem Leben 5 km gejoggt“, verriet er, „weil ich wissen wollte, wie lang’ ich da unterwegs bin.“ Normalerweise macht er nicht viel Sport. „Ins mobile geh’ ich einmal die Woche und im Tanzkreis bin ich auch.“ Doch der Citylauf ist kein langsamer Walzer, weiß Hammanns jetzt. „War anstrengend“, erzählte er, „hat aber Spaß gemacht.“ Dann zischte der agile Fuffziger ein Krombacher, natürlich alkoholfrei. Er hatte einen Brand und musste seien Durst erst mal löschen.

Am liebsten hätte er auch noch „Jule“ mitgebracht, eine blonde Labrador-Hündin. „Jule ist wohlerzogen“, erklärte ihr „Herrchen“ und lobte den treuen Vierbeiner, „wenigstens einer, der auf mich hört.“ Auf leisen Pfoten hätte ihn „Jule“ durch die Stadt und die Promenade begleitet. „Sie wäre bestimmt nicht ausgebüchst.“ Doch bei dem Gedränge auf der Strecke hatte er „Jule“ lieber daheim gelassen.

Die Schweißperlen tropften ihm mittlerweile von der Stirn. Dann schaute er auf die Uhr. „Jetzt wird’s aber Zeit“, sagte Johannes der Läufer, der in Münster und München Theologie studiert hatte, und verabschiedete sich mit heiterer Miene: „Ich muss mich noch ein bisschen ausruhen.“ Pünktlich um 17 Uhr war Messe in der Laurentiuskirche, die jetzt Anna-Katharina-Kirche heißt. Dort hat Hammanns anno 1991 seinen Dienst in Coesfeld angetreten.
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