Mo., 14.09.2015

Bürgermeister bleibt mit deutlichem Ergebnis im Amt: 64,5 Prozent / Viel Beifall im Rathaus Klarer Sieg für Öhmann

Bürgermeister bleibt mit deutlichem Ergebnis im Amt: 64,5 Prozent / Viel Beifall im Rathaus : Klarer Sieg für Öhmann

Foto: az

Coesfeld. Um kurz nach halb acht ist klar: Heinz Öhmann bleibt Bürgermeister. Nicht nur das. Er bekommt auch ein sehr deutliches Ergebnis: Eine Sechs vorm Komma. 64,5 Prozent sind es am Ende. „Dass das Ergebnis so deutlich ausfällt, hätte ich nicht gedacht“, strahlt Öhmann. Es gibt anhaltenden Beifall, als er in den Sitzungssaal des Rathauses mit seiner Frau Friederike kommt. Glückwünsche von allen Seiten. „Ich freue mich, in den nächsten Jahren erneut an der Entwicklung Coesfelds mitwirken zu dürfen“, sagt er.

Von Viola ter Horst

Herausforderer Rainer Lagemann (Grüne) hätte gerne den Chefsessel im Rathaus übernommen. „Schade“, sagt er. Bis zum Schluss habe er gehofft, so der in Emsdetten geborene Lagemann, der von Pro Coesfeld, SPD, Grüne, Aktiv für Coesfeld und Familienpartei unterstützt wurde. „Auf ein Ergebnis von 50 plus 1“, sagt er. Aber daraus wird nun nichts.

„Sehr bedauerlich“, findet das Robert Böyer von Pro Coesfeld. „Aber es ist auch ein eindeutiges Ergebnis für Herrn Öhmann. Das müssen wir anerkennen.“

CDU-Vorsitzender Valentin Merschhemke: „Eine klare Unterstützung und Bestätigung für Herrn Öhmann“, freut er sich. „Es zeigt, dass eine breite Mehrheit hinter ihm steht. Respekt aber auch vor Herausforderer Lagemann, denn es ist nicht einfach, gegen einen so starken Mitbewerber.“

Kurz und bündig stellt Wolfgang Kraska von der FDP mit Anerkennung fest: „Öhmann kriegt das Ergebnis für seine Leistung.“ Die FDP war sich anfangs nicht sicher, welchen Kandidaten sie unterstützen würde, setzte sich nachher aber dann doch für Amtsinhaber Öhmann ein.

Ralf Nielsen von der SPD sagt, Prozent-Zahlen seien im Vorfeld nicht angepeilt worden. „Wir wollten gewinnen und das hat nicht geklappt.“ Mit Lagemann in die Zukunft, „ja, das wäre es gewesen“, meint Charlotte Ahrendt-Prinz (Grüne) traurig. Ärgerlich findet sie insbesondere die Wahlbeteiligung von gerade mal 47,6 Prozent. „Dabei sind das doch Wahlen, mit denen man vor Ort etwas beeinflussen kann.“

Für Richard Bolwerk (CDU) liegt die Ursache für die maue Wahlbeteiligung allerdings maßgeblich woanders: „Die Bürgermeisterwahlen hätten nicht abgetrennt werden dürfen. Da muss man sich nicht wundern.“

Dieter Goerke (Aktiv für Coesfeld) sieht in dem Wahlergebnis auch die Arbeit der „Allianz“ widergespiegelt. „Das Auftreten der Gestaltungsmehrheit im Rat war nicht glaubwürdig genug und daher nicht gerade dazu angetan, Vertrauen in der Bevölkerung zu gewinnen.“

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