Mo., 04.01.2016

Ursache weiter unklar / Heute Sachverständige der Polizei vor Ort / Sanierung könnte rund 50 000 Euro kosten Reithallen-Brand gibt Rätsel auf

Nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhütet werden.

Nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhütet werden. Foto: ds

Coesfeld. Auch drei Tage nach dem Brand der Reithalle in Flamschen steht die Ursache noch nicht fest. „Die Ermittlungen dauern an“, sagte ein Sprecher der Polizei unserer Zeitung. Heute wollen noch einmal Sachverständige der Kripo die Brandstelle inspizieren. Bis dahin bleibt diese beschlagnahmt. Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen.

Von Detlef Scherle

Marcus Voss, stellvertretender Vorsitzender des Zucht- Reit- und Fahrvereins Coesfeld/Lette, wollte darüber nicht spekulieren. Aber: Ein sehr ungutes Gefühl habe ihn schon beschlichen, zumal bereits Ende Oktober ein Richterhäuschen auf dem Außengelände abgebrannt war. Täter konnten damals nicht ermittelt werden. „Wir denken schon darüber nach, ob die Brände im Zusammenhang stehen könnten“, sagte er. Voss hofft jetzt, dass die Polizei ihre Ermittlungen bald abschließen kann, damit die Ursache geklärt und die Halle wieder für den Reitbetrieb freigegeben werden kann. Da es noch eine zweite Halle gibt und gestern keine Veranstaltungen geplant waren, hat der Brand bislang noch keine Auswirkungen auf den Betrieb gehabt.
Zur Höhe des Sachschadens konnte die Polizei noch keine Angaben machen. „50 000 Euro sind da schnell weg, wenn man einen Unternehmer beauftragt“, hat Voss die Sanierungsmaßnahmen schon mal grob überschlagen. Mindestens zehn Meter Dach, dessen Platten sich aufgrund der Hitze verformt hätten, müssten im hinteren Teil der Halle ausgetauscht werden. Das Holz-Ständerwerk müsse zum Teil ersetzt werden. Und auch die Elektrik sei erneuerungsbedürftig. Glücklich ist er darüber, dass das Feuer durch eine Mieterin, die dann den Verwalter informierte, so schnell entdeckt worden sei. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhütet werden. Wäre sie nur eine halbe Stunde später gekommen, hätte wohl die ganze Halle in Flammen gestanden. Jetzt ist nur eine hintere Ecke betroffen. Die Reitbahn blieb bis auf Verkohlungen an der Holzbande unversehrt. Der Wind habe auch so günstig gestanden, dass kein Rauch in die benachbarten Stallungen ziehen konnte. „Die Informationskette funktionierte. Alle Einstaller waren schnell vor Ort“, berichtete Voss. Tiere evakuieren mussten sie aber nicht mehr.
Voss fürchtet nun, dass der Brand neben den Sanierungskosten auch noch weitere finanzielle Folgen nach sich ziehen könnte, sollten verunsicherte Einstaller ihre Verträge kündigen. Heute Abend in der Vorstandsrunde soll der Brand ein Schwerpunktthema sein.

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