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Di., 05.01.2016

Ursache für Feuer in der Reithalle nach wie vor unklar / Sachverständiger kommt Brandstelle wird weiter untersucht

Ursache für Feuer in der Reithalle nach wie vor unklar / Sachverständiger kommt : Brandstelle wird weiter untersucht

Großräumig abgesperrt hat die Polizei die Reithalle, um Spuren zu sichern. Voraussichtlich heute kommt ein Sachverständiger. Die Brandstelle befindet sich in der Ecke der Halle hinten rechts. Ein weiteres Ausbreiten konnte die Feuerwehr verhindern. Foto: Viola ter Horst

Coesfeld. Rot-weißes Flatterband an der Reithalle in Flamschen: Die Polizei hat die Brandstelle weiträumig abgesperrt, um Spuren zu sichern. Ein Ermittler war gestern vor Ort, „wir ziehen jetzt noch einen Brandsachverständigen hinzu“, informiert Polizeisprecher Martin Pollmann. Dieser werde heute erwartet. Zur Ursache des Brandes, der am 1. Januar ausgebrochen war, könne die Polizei noch nichts sagen, „wir ermitteln in alle Richtungen“.

Von Viola ter Horst

Im Oktober hatte es bereits schon einmal bei der Reithalle in Flamschen auf dem Außengelände gebrannt – beide Brände sollen laut Pollmann nun auf mögliche Ähnlichkeiten untersucht werden. Beim Brand im Oktober stellte die Polizei vorsätzliche Brandstiftung fest, konnte den Täter aber nicht ermitteln.

Im jetzigen Fall fand vor dem Feuer das Neujahrs-Reiten mit zahlreichen Zuschauern in der Halle statt. Eine große Veranstaltung. „So um 19.30, 20 Uhr wurde hier dann abgeschlossen“, sagt Marcus Voss, stellvertretender Vorsitzender des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Coesfeld / Lette e.V. Um 21 Uhr bemerkten Anwohner den Brand im hinteren Bereich der Reithalle. Daneben befinden sich die Ställe. Fünf Schulpferde sind dort untergebracht und 15 Pferde in verpachteten Boxen. Sie waren aber nicht gefährdet, denn die Feuerwehr konnte rechtzeitig ein weiteres Ausbreiten verhindern und das Feuer schnell löschen. Auch die Halle ist wieder nutzbar, sobald die Polizei sie frei gibt.

Einen Brandbeschleuniger, der auf vorsätzliche Brandstiftung schließen ließe, hat die Polizei gestern nicht gefunden.

Im Internet macht derzeit in Facebook-Gruppen ein „Brief an einen Brandstifter“ die Runde. „Was können Pferde, wie unsere Schulpferde, die jeden Tag brav und artig die kleinen Kinder auf sich reiten lassen, dir angetan haben, dass du sie in solch eine Gefahr bringst?“ heißt es darin. „Oder kleine Kinder von fünf, sechs, sieben, acht Jahren, die jetzt weinend vor den Boxen ihrer Ponys stehen, weil sie Angst um sie haben?“

Marcus Voss betont, es sei nicht klar, ob die Ursache überhaupt eine Brandstiftung ist – „wir sollten auf das Ergebnis der Ermittlungen warten“, sagt er. Auch eine fahrlässige Brandstiftung sei ja möglich. Das Holz in der Reithalle gerate naturgemäß recht schnell in Brand.

Der Brief, den eine Trainerin und Pferdefreundin geschrieben habe, appelliere auf jeden Fall ans Gewissen – falls tatsächlich ein Feuerteufel am Werk sei. Spekulieren will Voss nicht, „aber wir werden natürlich nachdenklich, weil es nun schon der zweite Brand ist“. Nach dem ersten Feuer im Oktober habe der Vorstand überlegt, ob jemand dem Verein gezielt schaden wolle. „Uns ist niemand eingefallen, dem wir so etwas zutrauen würden“, sagt Voss.

Einen Rauchmelder gibt es nicht in der Halle. „Das Problem ist, dass die Geräte auf Staub reagieren“, erklärt Voss. „Es würde andauernd Fehlalarm geben.“ Glücklicherweise seien die Nachbarn aufmerksam und auch die Informationskette zwischen den Pferdebesitzern funktioniere.

Der Verein hat über 100 aktive Reiter, viele davon Kinder. Das Training findet in der zweiten, nebenan liegenden Halle statt, bis die Polizei die Brandstelle freigegeben hat.

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