So., 10.01.2016

Publikum in der Bürgerhalle zeigt sich vom Konzert der Schwarzmeerkosaken begeistert Russischer Seele ganz nah

Publikum in der Bürgerhalle zeigt sich vom Konzert der Schwarzmeerkosaken begeistert : Russischer Seele ganz nah

Das russische Liebeslied Duschetschka (Ach mein Seelchen) sang der Tenor kniend vor einer Frau, die er aus dem Publikum auf die Bühne gerufen hatte. Foto: Manfred van Os

Coesfeld. Vor vollem Haus fand das Konzert der Schwarzmeerkosaken mit Peter Orloff in der Bürgerhalle statt. Die Beliebtheit der russischen Chormusik ist bei uns nach wie vor ungebrochen, zumal es sich bei den Schwarzmeerkosaken um eines der bekanntesten Ensembles handelt.

Von Manfred van Os

Der Leiter des Chores Peter Orloff, der in früheren Jahren in der Schlagermusik große Erfolge feierte, wünschte den Besuchern ein unvergessliches Konzerterlebnis. Man muss sagen, dass wurde es auch. Alle Sänger überzeugten nicht nur durch ihre enorme Stimmkraft, sondern besonders durch ihre Virtuosität und die professionelle Art, wie sie mit ihren Stimmen umgingen.

Das Programm begann mit einem Auszug aus der Oper „Fürst Igor“ von Alexander Borodin. Begleitet wurden sie von einer hervorragenden dreiköpfigen Instrumentalgruppe mit Ilya Kurev (Bajan – russisches Akkordeon), Irina Kripakova (Domra) und Slava Kripakova (Bassbalaleika). Ganz bekannt das russische Volkslied „Eintönig klingt das Glöckchen“. Bekannt auch „Nessum dorma“ aus der Oper Turandot von Guiseppe Verdi. Spielend leicht bewältigte Wladimir Kuzmenko mit seinem strahlenden Tenor die hohen Töne. Jubelrufe und langer Beifall aus dem Publikum bekam er dafür.

Ganz leise begannen die Sänger mit dem Gefangenenchor aus Verdis Nabucco. In der hervorragenden dynamischen Gestaltung zeigte sich besonders hier die große Qualität des Chores. Mit großer Innigkeit wurde zweisprachig das Lied von Dimitri Bortnjanskij „Ich bete an die Macht der Liebe“ vorgetragen. Heiter war das russische Liebeslied Duschetschka (Ach mein Seelchen). Der Tenor Wladimir Kuzmenko holte dazu singend eine Frau aus dem Publikum auf die Bühne. Kniend sang er vor ihr das hinreißende Lied. Man müsste noch eine Reihe weiterer Beiträge aus dem vielseitigen Programm nennen, was den Rahmen aber sprengen würde.

Man konnte einfach nicht genug davon bekommen. Fulminanter Abschluss mit dem wohl bekanntesten Volkslied aus Russland „Abendglocken“. Ein Lied, das zu Recht die Menschen in aller Welt berührt. Als Zugabe und zusammen mit dem Publikum „Kalinka“, das eifrig mitsang.

Das Publikum wiederum bedankte sich mit ganz langem herzlichem Beifall Der Chor verabschiedete sich stimmungsvoll auf Deutsch mit dem Abendlied „Guten Abend, gute Nacht“.

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Vielen Dank für Ihre Bewertung.

Nur eine Abstimmung möglich!

Ihre Bewertung wurde geändert.

  • Derzeit 0 von 5 Sternen.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bewertung: 0/5

1 Stern = überhaupt nicht gut; 5 Sterne = hervorragend

Google-Anzeigen
Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3730593?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947601%2F