Do., 21.01.2016

Neubauvorhaben sollen genau unter die Lupe genommen werden: Gestaltungsbeirat wird einbezogen Daruper Straße soll Charakter nicht verlieren

Neubauvorhaben sollen genau unter die Lupe genommen werden: Gestaltungsbeirat wird einbezogen : Daruper Straße soll Charakter nicht verlieren

Die Daruper Straße mit den Villen und großen Gärten soll nicht durch unpassende Neubauten ihren Charakter verlieren. Foto: jw

Coesfeld. Der Alleencharakter mit den Bäumen und viele alte Villen mit großen Grundstücken: Die Daruper Straße ist in Coesfeld eine ganz besondere Einfallstraße. Und das soll sie auch bleiben, wenn dort Grundstücke neu bebaut werden.

Von Viola ter Horst

Der Planungsausschuss stimmte in seiner Sitzung dafür, dass Bauvorhaben zwischen der Einmündung Bahnhofstraße und Berkelumflut genau angeschaut werden sollen, ob sie sich gestalterisch ins Gesamtbild einfügen. Vorhaben sollen zunächst dem Gestaltungsbeirat als Experten- und Sachverständigengremium vorgelegt werden. Mit seiner Empfehlung soll dann der Planungsausschuss entscheiden, ob die Aufstellung eines Bebauungsplanes notwendig ist. Diesen gibt es für die Daruper Straße nämlich nicht. Der Ausschuss will nach CDU-Antrag zudem, dass einzelne Vorhaben in nichtöffentlicher Sitzung vorgestellt werden. Nur die FDP stimmte dagegen.

„Das ist ein aufwändiges Verfahren“, räumte Beigeordneter Thomas Backes ein. Aber lohnenswert, schloss sich der Ausschuss der Verwaltungs-Meinung an. „Die Daruper Straße ist als Einfallstraße im Münsterland fast schon ein Novum“, meinte Thomas Stallmeyer (SPD). „Es ist sehr notwendig, hier steuernd einzugreifen“, betonte Charlotte Ahrendt-Prinz (Grüne).

Konkret gibt es laut Stadt immer mal wieder Anfragen von Eigentümern oder Investoren. So im Bereich gegenüber der Polizei. Und zwischen Wildbahn und Forellenweg: Pläne für ein großes u-förmig angelegtes Wohngebäude sind dort zum Beispiel laut Stadt nicht ohne weiteres umsetzbar – und Investor und Eigentümer hätten die Vorschläge auch bereits geändert.

Aber sehr viele Steuerungsmöglichkeiten habe die Stadt letztlich nicht, erläuterte Fachbereichsleiter Ludger Schmitz. Es gebe keinen Bebauungsplan, und das bedeute, dass sich ein Bauvorhaben lediglich in die Umgebung einfügen muss. Dachformen, Größe der Baugrundstücke, Einfriedungen, andere Gestaltungsmerkmale – das alles lässt sich nicht verbindlich steuern und vorschreiben.

„Wir finden einige Bauten, die an der Daruper Straße entstanden sind, nicht schön“, warf Gerrit Tranel (CDU) ein. Genau deshalb sei es wichtig, im Vorfeld zu klären, ob ein Vorhaben gestalterisch und architektonisch passe oder nicht. Oder ob vielleicht doch ein Bebauungsplan aufgestellt werden müsse.

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