Mo., 25.01.2016

Genossenschaftsgründung in Goxel auf gutem Weg / Ab März Anteile zeichnen / Vollsortiment geplant Laden soll am 1. Juli öffnen

Genossenschaftsgründung in Goxel auf gutem Weg / Ab März Anteile zeichnen / Vollsortiment geplant : Laden soll am 1. Juli öffnen

Mit dem Einkaufszettel in der Hand sollen die Goxeler bald durch den Genossenschaftsladen gehen und alle wichtigen Artikel für den täglichen Bedarf finden können. Foto: Steven Micksch

Coesfeld. Wenn alles nach Plan läuft, können die Goxeler ab Juli in ihrem Stadtteil wieder die wichtigsten Lebensmittel für den täglichen Bedarf einkaufen. „Die Eröffnung unseres Genossenschaftsladens ist für den 1. 7. geplant“, berichtet Alois Lammering, Sprecher des Gründungsausschusses, gegenüber unserer Zeitung. Bei der Jahreshauptversammlung der Nachbarschaft Wittenfeld hatte er den aktuellen Stand des Projekts „KiWi“ („Kaufen in Wittenfeld“) erläutert, das den Goxelern nach der Schließung des Lebensmittelmarkts Rohls im vergangenen Sommer wieder eine Nahversorgung bescheren soll.

Von Ulrike Deusch

Auf 100 Quadratmetern ist in den umgestalteten Räumen des früheren Edeka-Marktes ein Vollsortiment geplant. Möglichst viele Artikel für den Alltag sollen in den Regalen stehen – allerdings nicht in so großer Bandbreite und Markenvielfalt wie sie die Supermärkte anbieten, schränkt Alois Lammering ein. Obst und Gemüse gehören selbstverständlich zum Angebot und – die Goxeler wird’s freuen – frische Brötchen. Auch Käse und frischen Aufschnitt und ein Grundsortiment an abgepacktem Fleisch werden die Kunden bekommen. „Dafür ist eine Kooperation mit der Bäckerei Mey und der Fleischerei Volmer geplant, die bereits einen starken Bezug zu Goxel haben,“ so Lammering. Auch Produkte von Haus Hall sollen im Genossenschaftsladen angeboten werden.

Bis der erste Kunde seinen Korb im KiWi-Laden füllen kann, muss aber erstmal die Genossenschaft gegründet werden, die das Projekt tragen wird. Bei einem Treffen im November war das Interesse der Goxeler bereits sehr groß gewesen. „Die Satzung liegt schon beim Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband zur Prüfung“, berichtet Lammering. „Das Geschäftsmodell wollen wir dort in spätestens 14 Tagen einreichen.“ Etwa im März könnte die Genossenschaftsgründung dann konkret werden. Die Gründer wählen dazu einen Aufsichtsrat, dem drei Personen angehören sollen. Dieser Aufsichtsrat bestellt den geschäftsführenden Vorstand. Dieser beantragt die Zulassung beim Genossenschaftsverband – und ab dann können Mitglieder Anteile zeichnen.

Lammering: „Wir rechnen mit einem Investitionsbedarf von 110 000 Euro, um das Projekt zu starten.“ Da ein Anteil 275 Euro betragen soll, müssen 400 Anteile gezeichnet werden. „Jeder kann Mitglied der Genossenschaft werden und Anteile zeichnen“, betont Lammering. Auch Firmen und Vereine. Allerdings ist es Ziel, die Anteile möglichst zu streuen, um dem Projekt breite Akzeptanz zu geben. Der Laden läuft nämlich nur dann, wenn er im Jahr rund 650 000 Euro Umsatz macht, haben die Verantwortlichen ermittelt. Lammering: „Wir brauchen also möglichst viele Haushalte, die sich in unserem Laden eindecken.“ | weiterer Bericht im Lokalteil

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