Mi., 11.05.2016

„Die Kassierer“ begeistern Publikum in der Fabrik / Erste Zuschauer treffen bereits morgens mit Wohnmobilen ein Freikörperkultur mit Punk-Legenden

„Die Kassierer“ begeistern Publikum in der Fabrik / Erste Zuschauer treffen bereits morgens mit Wohnmobilen ein : Freikörperkultur mit Punk-Legenden

Mitch Maestro sorgte mit seinem Beitrag ebenfalls für gute Stimmung. Foto: az

Coesfeld. Wer ein Kassierer-Konzert besucht, muss mit freizügigen Besuchern rechnen. Schon vorab bewarb die Band ihren Auftritt bei Facebook mit dem Versprechen „Freier Eintritt für die ersten beiden nackten Konzertbesucher“.

Von Allgemeine Zeitung

Bereits morgens um 9.30 Uhr kamen die ersten Fans im Wohnmobil. Aus Braunschweig waren sie angereist, um „Die Kassierer“ zu sehen. Auch Gäste aus Berlin und Hamburg folgten. Bis zum Konzertbeginn pilgerten rund 800 Gäste zur Fabrik.

Viele von ihnen kamen dieses Mal auch aus Coesfeld oder näherer Umgebung. Ein Grund dafür waren sicherlich auch die Lokalveteranen aus Holtwick, die „Schlappn“.

Knapp 60 Minuten begeisterten sie das Publikum mit Hits von „Nebenan“ (2003) bis „Altes Fahrrad“ (aktuelles Video, 2016). Traditionsgemäß wird ihr Set mit dem Aufbruch-Klassiker „Abend in der Stadt“ beendet, eine Punk-Hymne noch aus DDR-Zeiten. Viele sahen die Band zum ersten Mal, waren begeistert und forderten Zugaben.

Dann ertönte das Intro der „mächtigen Kassierer“, wie sie sich auch selber nennen.

Die Band um Wolfgang Wendland, Mitch Maestro, Volker Kampfgarten und Nikolaj Sonnenscheiße haben die Fans sofort auf ihrerer Seite. „Saufen, saufen, jeden Tag nur saufen“ hieß es im Opener der Band.

Als die ersten „Ausziehen“-Rufe durch die Halle schallten, richtete sich Wolfgang Wendland ans Publikum: „Der Veranstalter hat heute sicherlich geheizt, ihr dürft euch gerne ausziehen.“ Er holte im Laufe des Abends mehrere nackte Fans auf die Bühne. Auch er ließ hin und wieder mal die Hosen runter.

„Dass der NDR keinen guten Geschmack hat, zeigt sich am nun folgenden Lied“, sagte er. Es folgte „Erdrotation“, der Song, mit dem sich die Band für den Eurovision Song Contest beworben hatte, jedoch trotz 30 000 Unterschriften abgelehnt wurde.

„Was ist das Schlimmste?“, fragt Wolfgang. „Wenn das Bier alle ist“, antwortet das Publikum. Ausgelassene Stimmung. Alle singen, tanzen und pogen mit. Nach gut 90 Minuten beenden die Kassierer ihr „mächtiges“ Konzert.

Wolfgang hatte sichtlich Spaß, möchte gerne wieder kommen. Auch „Schlappn“ werden wieder kommen: Das nächste Mal in Coesfeld am 9. Juli beim Rock-am- Turm-Festival an der Fabrik.

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