Do., 12.05.2016

Bauausschuss sucht Alternativen zum Marienring-Deck / Mehrheit für dezentrale Lösung des Parkproblems Doch ein Parkdeck am Arbeitsamt?

Bauausschuss sucht Alternativen zum Marienring-Deck / Mehrheit für dezentrale Lösung des Parkproblems : Doch ein Parkdeck am Arbeitsamt?

Der Parkplatz an der Mittelstraße soll um ein Parkdeck aufgestockt werden und Stellplätze für Lang- und Kurzzeitparker bieten. Foto: ct

Coesfeld. Coesfeld steht unter Druck, unter Parkdruck. Und das nicht erst seit gestern. Nicht umsonst verabschiedete der Stadtrat bereits 2012 das Parkraumkonzept, das im Wesentlichen vorsieht, die Langzeitparker aus der City herauszuhalten und die bewirtschafteten Parkplätze in der Innenstadt dem kurzzeitigen Parken vorzubehalten. Die Zielvorgabe ist bis heute nicht erreicht, vor allem, weil nicht genug Stellplätze für die Langzeitparker zur Verfügung stehen. Mit dem Bau des Parkplatzes an der Rekener Straße (wir berichteten) soll Bewegung in die Sache kommen, weitere Flächen am nördlichen Rand der Innenstadt befinden sich in der politischen Diskussion.

Von Christine Tibroni

Parallel dazu wächst der der Bedarf an Kurzzeitparkplätzen in der Innenstadt, sodass auch hier das Parkraumangebot erweitert werden muss. Hier favorisiert sowohl die Verwaltung als auch die Mehrheit der Politiker im Bauausschuss, der sich am Mittwoch mit dem Thema befasste, eine dezentrale Lösung gegenüber dem Bau eines Parkhauses, das an der Davidstraße oder an der Süringstraße realisiert werden könnte.

Folgende Maßnahmen schlägt die Verwaltung vor: Umbau des Parkplatzes Davidstraße, Aufstockung des Parkplatzes Mittelstraße, wobei damit Stellplätze für Kurz- und Langzeitparker geschaffen würden, sowie Aufstockung des Parkplatzes Marienring. Auf diese Weise würden insgesamt 143 Stellplätze neu geschaffen, womit der Bedarf von 145 Plätzen nahezu gedeckt wäre.

Intensiv diskutierten die Ausschussmitglieder über das Parkdeck am Marienring. Hier regt sich Widerstand der Anwohner, und auch die Politiker hatten Bauchschmerzen. „Mit dem Marienring tun wir uns schwer“, sagte etwa Gerrit Tranel (CDU), der ein Parkdeck auf dem Parkplatz an der Arbeitsagentur ins Gespräch brachte. Überlegungen dazu gab es schon einmal, diese wurden aber wieder verworfen, weil der Platz für die Kirmes benötigt wird. Tranel: „Wir sollten das noch mal diskutieren, ein Parkdeck an dieser Stelle wäre uns lieber als am Marienring.“ Zustimmung erhielt er von Thomas Stallmeyer (SPD) und Charlotte Ahrendt-Prinz (Grüne), die ihrerseits den Standort Marienring nicht zuletzt wegen seiner Nähe zur Promenade ausklammern wollten. Hermann-Josef Peters (Pro Coesfeld) gab zu bedenken, dass über einen Gestaltungswettbewerb auch ein zur Lage passendes Parkdeck realisiert werden könne.

Am Ende legte die Mehrheit der Politiker den Standort nicht vollständig auf Eis – weitere Prüfungen sind gewünscht – gleichzeitig sollen Alternativen etwa an der Arbeitsagentur geprüft werden. Für Mittel- und Davidstraße gab es grünes Licht. Unstrittig war, dass ein dynamisches Parkleitsystem her müsse, um Pkw-Fahrer zu freien Plätzen zu lotsen.

Gegen die dezentrale Lösung positionierte sich die FDP. Fraktionsvorsitzender Wolfgang Kraska: „Wir präferieren die Schaffung eines Parkhauses im Bereich Davidstraße.“ Und weiter: „Wenn wir Kunden in der Stadt halten wollen, müssen Parkplätze leicht erreichbar sein, und wir müssen uns auch über kostenfreies Parken Gedanken machen.“

| Weiterer Bericht

Google-Anzeigen
Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4000460?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947601%2F