Di., 24.05.2016

150 bis 200 Teilnehmer bei Kundgebung auf Marktplatz / Schreiben an Politiker überreicht Pfiffe gegen Gesamtschule

150 bis 200 Teilnehmer bei Kundgebung auf Marktplatz / Schreiben an Politiker überreicht : Pfiffe gegen Gesamtschule

Mit Transparenten und Trillerpfeifen machen sich Schüler und Eltern für das jetzige dreigliedrige System stark. Fotos: Viola ter Horst Foto: az

Coesfeld. „Ja zur Realschule“, „Nein zur Gesamtschule“ und „Heriburg muss Gymnasium bleiben“: Mit Transparenten und lauten Trillerpfeifen protestierten am Dienstag auf dem Marktplatz 150 bis 200 Schüler und Eltern gegen eine mögliche Gesamtschule.

Von Viola ter Horst

„Unsere Schule läuft doch“, meint Lorenzo (12), der mit einem Megaphon in der Hand dabei ist.

„Finger weg vom Heriburg“ steht auf dem meterhohen Plakat, das Sarah und Lea, beide 12 Jahre alt, vor sich hertragen. „Wir haben Angst, dass unser Heriburg geschlossen wird. Denn wenn eine Gesamtschule kommt, dann wird das nur möglich sein, wenn eines der Gymnasien schließt“, sagt Sarah.

„Super, dass ihr so zahlreich erschienen seid“, begrüßt Mechthild Hörbelt, Schulpflegschaftsvorsitzende der Freiherr-vom-Stein-Realschule, die Teilnehmer. „Mit so einem großen Zuspruch haben wir nicht gerechnet.“

Zusammen mit Elternvertreter Markus Laurenz vom Heriburg überreichte sie an Tobias Musholt, Vorsitzender des Schulausschusses, ein Schreiben, in dem die Forderungen der Eltern formuliert sind. Denn wenig später tagte nicht öffentlich erstmals die neue interfraktionellen Arbeitsgruppe zum Thema Schulzukunft.

„Bitte jetzt keine Gesamtschul-Experimente, sondern eine aktive Unterstützung und Beibehaltung des dreigliedrigen erfolgreichen Schulsystems in Coesfeld“, lautet ein Appell der Elternvertreter der beiden Schulen, die auch die Kundgebung auf die Beine gestellt haben. „Wir brauchen Planungssicherheit“, heißt es in dem Schreiben. In Elternbefragungen habe sich eine klare Mehrheit für das jetzige System ausgesprochen. „Warum wird das jetzt wieder in Frage gestellt?“ Und: Es sollte mit offenen Karten gespielt werden, fordern die Eltern: „Die Politik sollte den Mut haben, die Schulen konkret zu benennen, die ihrer Meinung nach bei der Gründung einer Gesamtschule auslaufen würden.“

Ausschussvorsitzender Musholt versprach, dass in den Gremien und der Arbeitsgruppe eine Lösung gesucht werde, die für alle am sinnvollsten sei.

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