Mi., 01.06.2016

Handy am Steuer: Polizei kontrolliert am Aktionstag Ablenkung Eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer

Handy am Steuer: Polizei kontrolliert am Aktionstag Ablenkung : Eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer

Dirk Schäfers (l.) und Jens Brüning überprüfen an der Dülmener Straße einen Fahrer, der unangeschnallt unterwegs war. Foto: Steven Micksch

Coesfeld. Die Zahlen sprechen eine traurige Sprache. 914 Verstöße – Handy am Steuer – wurden im Jahr 2015 insgesamt im Kreis Coesfeld geahndet, in den ersten vier Monaten 2016 waren es bereits wieder 316. „Die Tendenz erscheint nicht gerade rückläufig“, erklärt Norbert Voßkühler, Pressesprecher bei der Polizei Coesfeld.

Von Steven Micksch

Grund genug für die Polizei, um an einem Aktionstag „Ablenkung“ verstärkt nach Handy-Verstößen Ausschau zu halten. Im gesamten Kreisgebiet waren Beamte in kleinen Teams unterwegs, um die Autofahrer zu überprüfen.

Polizeikommissar Dirk Schäfers und Kollege Jens Brüning waren gemeinsam mit einem weiteren Kollegen in Zivil am gestrigen Mittag in Coesfeld an der Dülmener Straße positioniert. „Bisher gab es vorwiegend nur Gurt-Vergehen“, berichtet Dirk Schäfers. Bei den Kontrollen würde nicht nur auf Handy-Verstöße geachtet sondern beispielsweise auch auf die Anschnallpflicht, Bereifung oder TÜV-Plakette. Die Standorte wählen die Beamten aus ihrer Erfahrung heraus aus.

Wer am Steuer mit dem Handy erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro zuzüglich Verwaltungsgebühren und einem Punkt in Flensburg rechnen. Viel schwerer wiege aber die Gefahr, die ein jeder dadurch ausstrahle. „Die Leute unterschätzen die Auswirkungen von Ablenkung“, sagt Voßkühler. Wer bei Tempo 50 nur zwei Sekunden nicht hinschaut, hat bereits fast 30 Meter zurückgelegt, ohne auf die Straße zu schauen. Dabei werde der Fahrer auch abgelenkt, wenn er beispielsweise den Radiosender verstellt oder das Navigationsgerät bedient.

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