So., 16.07.2017

Bands von nah und fern rocken in einem Konzert-Marathon am Samstagabend die Bühne vor der Fabrik „In Coesfeld ist es immer geil“

Bands von nah und fern rocken in einem Konzert-Marathon am Samstagabend die Bühne vor der Fabrik : „In Coesfeld ist es immer geil“

Hard Rock und Metal gab es am Samstag bei Rock am Turm auf die Ohren. Knapp 3000 Besucher zählte das Orgateam während des gesamten Veranstaltungstages und zog ein durchweg positives Fazit. Fotos: Kim Kösters Foto: az

Coesfeld. Einen ruhigen Auftakt gibt es nicht! Schon bevor einige Musikfans, die zum Fabrik-Gelände pilgern, dort angekommen sind, schlagen ihnen die wummernden Bässe und Gitarren der aktuell spielenden Band entgegen. Am Eingang reiht sich Fahrrad an Fahrrad, ein Ende der Drahtesel ist nicht in Sicht. Es ist warm an diesem Samstag, was niemanden daran hindert, sich in die schwarze Metal- und Punk-Kluft zu werfen und richtig auf den Rock abzugehen.

Von Kim Kösters

Während von der Hauptbühne die rauen Klänge der Band herüberflattern, bietet die „Schule ohne Rassismus“-Gruppe des Nepomucenums das schon aus dem Vorjahr bekannte und beliebte Spiel „Diktatoren stürzen“ an. Mit viel Schmackes darf auf die Bilder von Stalin, Hitler und Gaddafi gefeuert werden, und wer es schafft, das Regime zu stürzen, darf mit einem kleinen Preis in der Tasche nach Hause gehen. „Unsere AG setzt sich für ein offenes und tolerantes Miteinander ein“, sagt einer der Schüler. „Das wollen wir auch bei Rock am Turm vertreten.“ Tatsächlich begeistert das Spiel nicht nur die Kinder, die von der Zweitbühne am „Beach“ herüberströmen, sondern eben auch Erwachsene und hart gesottene Metaller.

Auf dem Beach ist Organisatorin Christiane Falk besonders stolz und verrät mit einem Augenzwinkern, „dass dort eigentlich viel mehr los ist, als auf der Hauptbühne“, was jedes Kind, das mit einem Lächeln vom Kinderschminken zurückkehrt bestätigt. Falks Tanzgruppe der Kids mit Handicaps hat in diesem Jahr den Auftakt des Festivalsamstages geleistet. Sogar aus Nordkirchen kam Unterstützung, da viele der „Urbesetzung“ schon im wohlverdienten Sommerurlaub sind.

„Aber so was“, so Falk, „ist kein Problem, denn mit kleineren Pannen muss man immer rechnen.“ Ob es der Getränkestand ist, der keine Fanta mehr hat, oder die Bauchtänzerin, die heute zum ersten Mal vom eigenen Auftritt hört – irgendwas ist immer. Trotzdem läuft es und die Besucher haben Spaß, was die Hauptsache ist. Das ist den Organisatoren, die alle mit Herzblut dabei sind, wichtig. „Wenn’s läuft, dann läuft’s. Du wartest nur, dass es nicht mehr läuft“, sagt Robert Kreys vom Orgateam.

Und natürlich wollen auch die Bands das Publikum begeistern. Einige von ihnen sind dafür sogar weit gereist. Während viele Acts aus Coesfeld und Umgebung stammen, kamen Queen Anne’s Revenge, die schon vor elf Jahren noch mit ihrem alten Projekt SubSquad bei Rock am Turm dabei waren, aus dem fernen Hamburg bis nach Coesfeld.

Auch im Gespräch mit den Jungs von Liebesspieler – einer Toten-Hosen-Coverband aus Mittelfranken – zeigt sich: Nervosität gibt es vor so einem Auftritt nicht. Da dominieren Freude und Zuversicht. In Coesfeld, sagt der Sänger Frank Hahn, werde es „immer geil“. „Coesfeld ist für uns das absolute Highlight, wir wollen auf jeden Fall nächstes Jahr wiederkommen!“, so der Bandleader. In Coesfeld ist die Band nicht zum ersten Mal. Schon im vergangenen Jahr haben die Jungs am Auftakttag am Freitag eine Riesenshow abgeliefert und versprachen, auf jeden Fall 2017 dabei zu sein. Und jetzt sind sie – wie auch die anderen Acts Moertel Krue, The Prokk, die Silent Revenants und die AC/DC-Coverband Black/Rosie – mehr als bereit, die Bühne vor knapp 3000 Besuchern zu rocken.

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