Mo., 04.12.2017

Ausschuss berät am Mittwoch über Gebäude-Entwurf für die Hansestraße / Zunächst Gebetsraum geplant Moschee: Modern und ohne Minarett

Ausschuss berät am Mittwoch über Gebäude-Entwurf für die Hansestraße / Zunächst Gebetsraum geplant: Moschee: Modern und ohne Minarett

Von der Hansestraße aus stellt sich der Komplex wie in diesem Entwurf dar. Im ersten Bauabschnitt soll der mit dem Halbrund beginnende linke Teil entstehen mit Gebetsraum, Waschräumen und Büro. Der rechte Abschnitt würde später gebaut. Entwurf: Planungsbüro C2 Foto: az

Coesfeld. Nein. Sie soll kein Minarett haben und auch keine Kuppel. Dazu reichen die finanziellen Möglichkeiten des Türkisch-Islamischen Kulturvereins nicht aus. Vielmehr ist die neue Moschee für die muslimischen Mitbürger als schlichter moderner Bau geplant, der dort, wo die Hansestraße einen großen Bogen in Richtung Kreisverkehr macht, einen städtebaulichen Akzent setzen könnte. Über den Entwurf berät der Ausschuss für Umwelt, Planen und Bauen in seiner Sitzung am Mittwoch (6. 12.) um 16 Uhr im Rathaus. Zuhörer sind willkommen.

Von Ulrike Deusch

In zwei Bauabschnitten soll der Komplex nach den Plänen des Büros C2 aus Marl entstehen. Zunächst soll der von der Straße aus gesehen linke Gebäudeteil mit einem 160 Quadratmeter großen Gebetsraum, Sanitärräumen und einem Büro gebaut werden. Sobald die finanzielle Situation des Vereins es zulasse, wolle man eine Wohnung für den Imam (Vorbeter), eine Küche und einen Seminarraum in einem zweiten Gebäudeteil erreichten, so das Planungsbüro. Zwei Geschosse, ein Flachdach, weißer Putz, ein paar farblich abgesetzte Akzente – so sieht der Plan es vor.

Nur, wenn die Politik der Ansicht ist, dass sich der Entwurf gut in den städtebaulichen Kontext einfügt, wird der Verkauf der 1000 Quadratmeter großen Fläche am südlichen Ende der Hansestraße an den Kulturverein wirksam. Diesen Vorbehalt hatte der Rat im vergangenen Jahr mit beschlossen, als er dem Verkauf des von der Bahn erworbenen Geländes zustimmte.

Die Verwaltung steht den konkreten Planungen positiv gegenüber. Das geht aus den Unterlagen für die Sitzung hervor. Nach den Beratungen in den Fachausschüssen wird der Rat in seiner Sitzung am 21. Dezember die Entscheidung treffen. Gleich zwei Gründe sind, die den Türkisch-Islamischen Kulturverein veranlassen, sich um neue Gebetsräume für die muslimischen Mitbürger zu bemühen. Das bislang genutzte städtische Gebäude am Katthagen ist zu eng geworden, weil die Zahl der Besucher gestiegen ist, und mit dem Ausbau der Berkelpromenade am Wiemannweg muss es weichen.

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