Mo., 01.01.2018

Die kleine Pia aus Dülmen ist 2018 das erste Baby / Coesfelder Krankenhaus erreicht Allzeithoch bei Geburten Entspannter Frühstart ins neue Jahr

Die kleine Pia aus Dülmen ist 2018 das erste Baby / Coesfelder Krankenhaus erreicht Allzeithoch bei Geburten: Entspannter Frühstart ins neue Jahr

So fühlt sich ganz großes Glück an: Kim und Chris Czypull mit dem neuen Mittelpunkt ihrer kleinen Familie: Pia, geboren am 1. Januar 2018 um 6.06 Uhr. Foto: Detlef Scherle

Coesfeld. Eigentlich war Pias errechneter „Termin“ erst der 13. Januar. Aber die kleine Maus wollte schon früher aus Mamas Bauch heraus. Sie kündigte sich am Samstagabend per Blasensprung an – und Sonntagfrüh sind Chris (30) und Kim (29) Czypull aus Dülmen dann zum Coesfelder Krankenhaus gefahren. Aber Silvester war es ihr offensichtlich zu rummelig – am Neujahrstag sollte ihr Geburtstag sein. Um 6.06 Uhr konnten die Eltern den 3390 Gramm schweren und 54 Zentimeter großen Wonneproppen in die Arme schließen. Sie ist das erste Baby des Jahres 2018 im Kreis Coesfeld.

Von Detlef Scherle

Es war ein Frühstart, wie er im Buche steht. „Alles lief perfekt“, blickt Mutter Kim Czypull sechs Stunden später auf der Station D 2 auf die Geburt zurück. Ihr Mann, der „live“ dabei war und seine Frau „so gut es irgend ging“ unterstützte, kann „alles noch gar nicht so richtig fassen“. „Ich bin einfach nur glücklich und stolz auf die Mama, dass sie das so gut durchgestanden hat.“ Seine Frau lächelt: „Du hast bei jeder Wehe die Hand zum Drücken hingehalten.“

Und Pia? Die schläft derweil ganz gelassen auf Mutters Brust, lauscht dem beruhigenden Herzschlag und erholt sich von den Anstrengungen. Entspannter kann man wohl nicht ins neue Jahr starten!

Pia ist das erste Kind der Czypulls – entsprechend groß war die Aufregung im Vorfeld. Jetzt sind sie nur noch dankbar – auch für die gute Betreuung in den Christophorus-Kliniken: „Das war super vom ganzen Team her: Schwester, Hebamme, Anästhesist“, lobt Kim Czypull. Chefarzt Dr. med. Klaus-Dieter Jaspers, der mittags zum Gratulieren vorbeikommt, freut sich über die Rückmeldung. „Das war jetzt nicht abgesprochen“, lacht er. Trotz der vielen Geburten im Krankenhaus gebe es keine Routine. Jede sei ein besonderes Ereignis. Und immer wieder staune auch er neu über das Wunder des Lebens. 1957 Kinder haben auf der Geburtsstation der Christophorus-Kliniken in Coesfeld im vergangenen Jahr das Licht der Welt erblickt. „Das sind 33 mehr als 2016“, rechnet Jaspers vor. Damit ist ein neuer Allzeit-Rekord erreicht. Darin bestätigt sich der gute Ruf des Hauses besonders bei schwierigen Ausgangslagen. Die Mütter werden immer älter. Und dank des medizinischen Fortschrittes können auch Frauen mit Erkrankungen oder Risikobefunden schwanger werden, bei denen das früher nicht möglich war. „Unser Team ist trainiert“, so Jaspers. Und das habe sich offenbar rumgesprochen. 1879 Schwangere haben sich ihm 2017 anvertraut – 49 mehr als im Vorjahr.

Mit 21,8 Prozent (Vorjahr: 19,2 Prozent ) ist unter diesen Voraussetzungen die Kaiserschnittrate sehr niedrig geblieben. Bundesweit seien es um die 30 Prozent, so Jaspers. Coesfeld setzt auf die natürliche Vaginalgeburt. Selbst 90 Kinder mit Steißlage sind 2017 so entbunden worden. Was natürlich nicht heißt, dass – wenn es erforderlich wird – doch zum Messer gegriffen wird.

Die kleine Pia, die immer noch süß schlummert und die Erwachsenen reden lässt, sollte übrigens gestern nicht das einzige Neujahrsbaby bleiben. Ein weiteres Kind war mittags beim Interviewtermin schon geboren. Und drei weitere nach Redaktionsschluss noch „in der Warteschleife“. Allen ein herzliches Willkommen!

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