Anzeige

So., 28.01.2018

A-Cappella-Gruppe „Onair“ bietet optisch und akustisch Hochgenuss für alle Sinne Magie zwischen Dunkelheit und Licht

A-Cappella-Gruppe „Onair“ bietet optisch und akustisch Hochgenuss für alle Sinne: Magie zwischen Dunkelheit und Licht

Eigenwillige Arrangements, sphärischer Gesang, stimmungsvolles Lichtdesign – die A-Cappella-Gruppe „Onair“ wird im Konzert Theater für ein außergewöhnliches Konzert mit stehenden Ovationen gefeiert. Foto: Ursula Hoffmann

Coesfeld. Blaues Licht umhüllt die Sänger, die langsam aus dem Dunkel kommen, sich auf die Bühne des Konzert Theater hocken und „Teardrop“ anstimmen.

Von Ursula Hoffmann

Die sphärischen Klänge ihres A-Cappella-Gesangs sorgen schon beim ersten Lied für Gänsehaut und eröffnen ein Konzert, das optisch und akustisch einen ästhetischen Hochgenuss für alle Sinne bietet. Die Eigenkomposition „Illuminate“ gibt dem Programm der vielfach preisgekrönten Berliner Vokal-Band „Onair“ den Titel, und dazu passend sind alle Lieder in ein grandioses Lichtdesign eingebettet, dessen Effekte immer neue mystische Stimmungen zaubern.

Mal sind die Sänger nur schemenhaft zu erahnen, erklingen ihre in perfekter Harmonie zu einem virtuosen Klangkörper vereinten Stimmen wie aus einer anderen Welt, mal dominiert gespenstisches Rot die Szene, mal tanzen die Scheinwerfer im Takt oder malen Muster über den Köpfen des Publikums. Und so schaffen die Sängerinnen Marta Helmin und Jennifer Kothe gemeinsam mit ihren Sangeskollegen Patrick Oliver, Stefan Locke und André Bachmann in einer Mischung aus funkelnden Tönen und Lichtkontrasten zwischen Dunkelheit und strahlender Helle einen magischen Moment nach dem anderen. Bass Kristoffer Benn fehlt an diesem Abend – er ist gerade Papa geworden, entschuldigen ihn die anderen und versprechen, „wir werden so tief singen, wie wir können, damit er sein Baby schaukeln kann“.

Dafür haben natürlich alle Verständnis, und auch ohne den Bass überraschen die eigenwilligen Arrangements von „Onair“, die jedem Song eine besondere Atmosphäre verleihen. Das Programm ist sehr abwechslungsreich gestaltet, reicht vom schwedisch gesungenen „Gloria in Excelsis Deo“, über „Gute Nacht“ aus Schuberts Winterreise, bis hin zum Rockklassiker „Stairway to Heaven“, bei dem Sängerin Marta Helmin mit unglaublicher Stimmgewalt alle Register zieht. Tränen in die Augen treibt Stefan Flügel mit dem wunderschönen Liebeslied „Der Weg“, in dem Herbert Grönemeyer die Trauer über den frühen Tod seiner Frau verarbeitet hat.

Mit Björks „All is full of Love“ twisten die Sänger ins Licht, „The Cold Song“ führt verstörend in die Dunkelheit. Im letzten Teil des faszinierenden Konzerts dominieren lebendigere, fetziger Titel, die Jubelstürme im Publikum auslösen.

Immer wieder sucht man automatisch nach Instrumenten auf der Bühne, denn teilweise durchdringt das Schlagzeug den ganzen Körper. Wo es versteckt ist, zeigt in einer umjubelten Einlage Vocal-Percussionist Patrick Oliver, der sich ironisch als „Bufzekatze“ outet.

Nach dem grandiosen „Stairway to Heaven“ – Wahnsinn das Mundorchster – und dem leisen, ohne Mikros gesungenen „Wenn ich ein Vöglein wär“ feiert das Publikum die Band mit stehenden Ovationen.

Google-Anzeigen
Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5465921?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947601%2F