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Fr., 16.02.2018

Antrag von Pro Coesfeld zum Schul-Neubau stößt im Hauptausschuss auf breite Ablehnung „Das ist jetzt eine Rolle rückwärts“

Antrag von Pro Coesfeld zum Schul-Neubau stößt im Hauptausschuss auf breite Ablehnung: „Das ist jetzt eine Rolle rückwärts“

Das Schulzentrum an der Holtwicker Straße wird grundlegend saniert und modernisiert. Foto: az

Coesfeld. Es ist das Großprojekt der nächsten Jahre – die Sanierung und Modernisierung des Schulzentrums. Und wie das so bei Großprojekten ist, sie bereiten immer auch allen Beteiligten und Betroffenen Bauchschmerzen. Bleiben die Kosten im veranschlagten Rahmen? Wie stark wird der Schulbetrieb beeinträchtigt? Wirken sich die Beeinträchtigungen negativ auf das Anmeldeverhalten der Eltern aus? Und wie umgehen mit der Rückkehr zu G9, die einen neuen Raumbedarf nach sich zieht. Diese Sorgen artikulierte jetzt Pro Coesfeld noch einmal öffentlich und beantragte vor diesem Hintergrund, über einen Neubau oder Teilneubau des Nepomucenums auf dem Schulgelände nachzudenken. Zu diesem Zweck wollte Pro Coesfeld ein neues Gremium installieren, bestehend aus Mitgliedern des Schul- und Bauausschusses, der Verwaltung und der Planungsbüros.

Von Christine Tibroni

Im Hauptausschuss, wo der Antrag zur Beratung stand, stieß Pro Coesfeld auf eine Mauer der Ablehnung. Für und Wider eines Neubaus seien längst abgewogen worden, meinte etwa Thomas Stallmeyer (SPD), der Pro Coesfeld zudem vorwarf eine „politische Nebelkerze“ zu zünden. Charlotte Ahrendt-Prinz (Grüne) meinte, die Kosten würden durch einen Neubau zusätzlich zur Sanierung erst recht davongaloppieren. Thomas Bücking (CDU) sah keinen Mehrwert in einem neuen Gremium. Gerrit Tranel (CDU) gab zu bedenken, dass „solche Gremien dazu führen, dass Prozesse langsamer werden.“ Zudem tage ein solches Gremium nicht öffentlich, was zu mangelnder Transparenz führen könne.

Ablehnung auch bei der Verwaltung. „Wir sind viel, viel weiter. Das ist jetzt eine Rolle rückwärts“, so Baudezernent Thomas Backes in Richtung Pro Coesfeld, der auf das beschlossene Raumprogramm und bereits laufende Ausschreibungen verwies. Zudem sei in den Ausschüssen bereits ausführlich die Option Neubau diskutiert worden.

Ein Teilneubau werde im Zuge der Rückkehr zu G9 wohl nötig werden, aber da sah Bürgermeister Heinz Öhmann das Land in der finanziellen Verantwortung. Günter Hallay (Pro Coesfeld) wunderte sich, dass „in zwei Sätze Antrag so viel hineininterpretiert wird, zumal es doch vorrangig um eine reine Ideensammlung geht.“ Schlussendlich stimmte der Ausschuss, abgesehen von den beiden Pro-Coesfeld-Vertretern, geschlossen gegen den Antrag.

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