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Mi., 21.02.2018

Polizei ermittelt wegen Beschädigungen im Schlosspark / Frau verletzt / Belohnung für Ergreifung Ätzendes in Bücherschrank gespritzt

Polizei ermittelt wegen Beschädigungen im Schlosspark / Frau verletzt / Belohnung für Ergreifung: Ätzendes in Bücherschrank gespritzt

Foto: az

Coesfeld. Claudia Kraska-Venjakob ist so schnell nicht aus der Ruhe zu bringen, aber gestern ist sie „wütend und richtig sauer“. Über Nacht hatte sich ein Unbekannter den Bücherschrank im Schlosspark in übler Weise vorgenommen, den sie ehrenamtlich mit betreut. Ein Teil der Bücher flog im hohen Bogen in die Berkel. Was noch in der öffentlich zugänglichen Vitrine verblieb, besprühte der Vandale mit einer bräunlichen, offenbar ätzenden Flüssigkeit. Claudia Kraska-Venjakob: „Uns bleibt nichts anderes übrig, als alle betroffenen Bücher wegzuwerfen.“

Von Uwe Goerlich

Die Stadt bestätigte gestern nicht nur diesen Vorgang. Schlimmer noch: eine Passantin verletzte sich Dienstag gegen 21.30 Uhr sogar, als sie am Bücherschrank mit der Flüssigkeit in Kontakt kam, die von dem oder den Unbekannten offenbar im Innenraum versprüht worden war. „Es kam zu Hautreizungen im Gesicht und am Auge. Die Frau musste sich im benachbarten Krankenhaus ärztlich behandeln lassen“, heißt es dazu wörtlich.

Städtischer Beigeordneter Dr. Thomas Robers erklärte: „Wir sind bestürzt darüber, dass der Bücherschrank, den das Coesfelder Seniorennetzwerk mit viel ehrenamtlichem Engagement betreibt, nun schon zum wiederholten Mal beschädigt worden ist und dass sich der Vandalismus jetzt sogar gegen Menschen richtete.“

Die Kriminalpolizei hat den Bücherschrank abgesperrt und ermittelt nach der Strafanzeige der Stadt. Dabei geht es nicht nur um die Frage, um was für eine Flüssigkeit es sich handelt. Vielmehr sollen auch der oder die Täter dingfest gemacht werden.

Zeugen werden daher unbedingt gebeten, Beobachtungen der Polizei (Tel. 140) zu melden. Die Stadt hat sogar eine Belohnung in Höhe von 300 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen. Weil es im Schlosspark schon mehrfach zu Beschädigungen kam, kontrolliert die Polizei dort ohnehin seit einiger Zeit verstärkt.

Claudia Kraska-Venjakob: „Am besten wäre es, zur Abschreckung eine Videoüberwachung zu installieren. Das würde die Täter hoffentlich mehr abschrecken.“ | Kommentar

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