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Do., 01.03.2018

Coesfeld Bücherschrank wird wieder fit gemacht

Coesfeld: Bücherschrank wird wieder fit gemacht

Lässt sich nicht unterkriegen: Claudia Kraska-Venjakob kümmert sich auch weiterhin um den beliebten Bücherschrank. Sonntag soll er unter dem Motto „Coesfelder stehen zusammen“ nach der Randale wieder fit gemacht werden. Foto: Viola ter Horst

Coesfeld. Den Kopf in den Sand stecken? Nein, das ist so gar nicht die Art von Claudia Kraska-Venjakob. Der Bücherschrank im Schlosspark ist ihr Herzensprojekt, sie hat sich darum gekümmert und sie will sich auch weiterhin kümmern – auch nach den ätzenden Vandalismus-Vorfällen.

Von Viola ter Horst

„Nö“, sagt Claudia Kraska-Venjakob, „wenn wir die Flinte ins Korn werfen, geben wir denen ja Recht.“

Statt dessen soll am kommenden Sonntag (4. März) der Bücherschrank, der zurzeit noch mit rot-weißem Flatterband von der Polizei eingeklebt ist, wieder fit gemacht werden. Um 15.30 Uhr ist unter dem Motto „Coesfelder stehen zusammen“ Treffen im Schlosspark. „Ich habe schon viele Zusagen von Bürgern, die mitmachen wollen“, so Kraska-Venjakob. Wer gerne dabei sein und mithelfen will, kann einfach vorbei schauen. Der Schrank soll geputzt und mit Büchern bestückt werden.

Bereits zum zweiten Mal war der Schrank, aus dem sich jeder Interessierte ein Buch nehmen und ein anderes hineinstellen kann, Opfer von Vandalismus geworden. Am 1. Januar beschmierten ihn bislang unbekannte Täter mit schwarzer Farbe. Jetzt am 20. Februar rissen sie 60 bis 80 Bücher heraus und warfen sie in die Berkel und sprühten im Schrank mit Pfefferspray.

Die Polizei sucht nach wie vor vor den oder die Täter. Wer Hinweise geben kann – die Stadt hat eine Belohnung von 300 Euro ausgesetzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Schadensverursachers führt. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Coesfeld zu melden, Tel. 02541/140.

Wie es weiter gehen soll? „Jetzt sind erst einmal die Seniorentage“, sagt Kraska-Venjakob, die als Beisitzerin im Vorstand des Senioren-Netzwerks aktiv ist. Die Initiative zeichnet sich auch für den Bücherschrank verantwortlich. „Anschließend werden wir diskutieren, was man für die Sicherheit tun kann.“

Dabei soll es nicht nur um den Bücherschrank, sondern auch um den gesamten Schlosspark gehen. Das Senioren-Netzwerk und auch Claudia Kraska-Venjakob persönlich sprechen sich für eine Video-Überwachung aus. Rechtlich sind dafür aber hohe Hürden gesetzt. „Vielleicht hat die Stadt aber noch bessere Ideen“, so Kraska-Venjakob.

Die Stadt ist gerade dabei, für den Schlosspark ein Konzept mit Nutzungsregeln zu erarbeiten. Die Polizei bestreift den Park bereits regelmäßig.

Der Bücherschrank hat sich laut Kraska-Venjakob als beliebte Einrichtung erwiesen. „Viele Bürger nutzen ihn gerne, um sich ein Buch zum Lesen herauszuholen oder ein anderes mitzubringen“, sagt sie.

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