Coesfeld
Baustelle wegen Baumwurzeln versetzt

Coesfeld. Die Eröffnung der geplanten neuen DRK-Kindertagesstätte (Kita) bei der Maria-Frieden-Schule verschiebt sich. Eigentlich sollten sich die Türen am Kalksbecker Weg, Ecke Kleine Heide mit Beginn des neuen Kindergartenjahres im August öffnen, das passiert aber nun erst in den ersten Monaten des nächsten Jahres.

Mittwoch, 13.06.2018, 17:42 Uhr

Coesfeld: Baustelle wegen Baumwurzeln versetzt
In der Baustelle mit Plan: Architekt Carlo Koeppen (4.v.l.) sowie Hermann Richter (3.v.l.) und Heinrich Klöpper (5.v.l.) vom DRK mit Sozialausschuss-Vorsitzenden Norbert Hagemann (6.v.l.), CDU-Vorsitzenden Valentin Merschhemke (3.v.r.) und weiteren CDU-Politikern. Foto: Viola ter Horst

Ein Baum habe einen Strich durch die Rechnung gemacht, wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) als Investor und Betreiber bei einem Vorort-Termin erläuterte, zu dem die CDU eingeladen hatte. „Ein Mammut-Trompetenbaum, wie es ihn nur zweimal in Coesfeld gibt und den wir gerne erhalten wollten“, führte DRK-Vorstandsmitglied Heinrich Klöpper aus. Der Baum habe seine Wurzeln bis in den ursprünglich vorgesehenen Bauplatz geschlagen, sodass man diesen um 1,50 Meter verrücken und das Vorhaben neu habe berechnen und planen müssen. Auch einige weitere organisatorische Gründe hätten zu der Termin-Verschiebung beigetragen, antwortete er auf Nachfrage des Sozialausschuss-Vorsitzenden Norbert Hagemann. Angemeldete Kinder sollen aber trotzdem zum Zuge kommen. „Die Kinder, die eigentlich im August die Kita besuchen sollten, können bis zur Eröffnung in anderen Einrichtungen untergebracht werden“, betonte Kita-Geschäftsführer Hermann Richter.

Inzwischen tut sich einiges, es geht voran. Der Boden der Vier-Gruppen-Anlage wird gerade betoniert, Kanalanschlüsse und Leitungen sind gelegt. „Die Steine sind gekommen, sodass wir jetzt in die Höhe bauen können“, kündigte Klöpper an. „In etwa acht Monaten wollen wir fertig sein“.

70 Kinder sollen in der Anlage Platz haben: drei Gruppen mit je 20 Kindern zwischen zwei und sechs Jahren und eine Gruppe mit zehn Kindern unter drei Jahren. Eine Besonderheit ist die Dachterrasse, die mitgenutzt werden kann. Aber auch das Drumherum mit den Bäumen lässt eine Kita im Grünen entstehen, die viele Möglichkeiten zum Spielen und Toben draußen bietet. Und: das Gebäude ist so konzipiert, dass es „zum Beispiel als Seniorenanlage genutzt werden kann, sollte die Kita wegen rückgängiger Kinderzahlen einmal nicht mehr benötigt werden“, erläutert Architekt Carlo Koeppen.

Kritikpunkte seien mit Nachbarn und Anliegern besprochen worden, so Klöpper auf die Frage von CDU-Politikern. „Wir schaffen auf dem Gelände – also weg von der Straße – 12 bis 14 Parkplätze, sodass die Kinder hier ein- und aussteigen können, wenn die Eltern sie mit dem Auto bringen“, erläutert er. „Es war für uns ganz wichtig, in diesem Punkt eine gute Lösung zu finden.“

Das Konzept füge sich in die Sozialprojekte des DRK gut ein, „deswegen wollten wir keinen externen Investor haben, sondern selber aktiv werden“, berichtete Klöpper. Das DRK habe dafür eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) gegründet, in der nun auch die anderen DRK-Kitas zusammengefasst werden. „Damit wollen wir unsere Kitas auf sichere Füße stellen“, sagt Klöpper.

Neben der „Kleinen bunten Welt“ am Akazienweg betreibt das DRK am Buesweg eine Kita sowie die Übergangs-Kita an der Osterwicker Straße im früheren Kreisjugendsportheim. Diese soll als vierte DRK-Kita zunächst in Coesfeld bestehen bleiben. Denn in der Nähe könnte bald noch eine neue Kita entstehen.

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