So., 23.04.2017

Vortrag im Gesundheitsforum Coesfeld am 26. April / Interview mit Dr. med. Claudia Fischäß-Pfeiffer Blasenschwäche richtig behandeln

Vortrag im Gesundheitsforum Coesfeld am 26. April / Interview mit Dr. med. Claudia Fischäß-Pfeiffer : Blasenschwäche richtig behandeln

Angelika Feldmann, Physiotherapeutin. Foto: az

coesfeld. Das Gesundheitsforum Coesfeld bietet in der Familienbildungsstätte (Marienring 27) einen kostenlosen Vortragsabend zum Thema Beckenboden und Blasenschwäche an. Viele Frauen kennen das Problem, dass sie ihre Blase nicht richtig kontrollieren können. Das ist unangenehm und vielen Betroffenen auch sehr peinlich. Am Mittwoch, 26. April um 19 Uhr möchten zwei Referentinnen die Zuhörerinnen über den weiblichen Beckenboden und die damit in Verbindung stehenden Funktionen, zum Beispiel Kontinenz, informieren.

Von Allgemeine Zeitung

Die Haupt-Referentin ist Dr. med. Claudia Fischäß-Pfeiffer, Fachärztin für Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Leiterin des Beckenbodenzentrums sowie Chefärztin der Christophorus-Kliniken Coesfeld. Physiotherapeutin Angelika Feldmann wird ihr zur Seite stehen.

Im Vorfeld des Vortrags führte AZ-Redaktionsmitglied Alexander Bitting ein Interview mit Dr. med. Claudia Fischäß-Pfeiffer.

Für wen ist der Vortrag am besten geeignet?

Dr. Fischäß-Pfeiffer: „Zielgruppe sind nur Frauen. Und zwar alle Frauen, die an einer Blasenschwäche bereits leiden und alle Frauen, die wissen wollen, wie man am besten einer Blasenschwäche vorbeugen kann. Ebenso wendet sich der Abend an Frauen mit Senkungsbeschwerden oder Funktionsstörungen der Blase und/oder des Darms, zum Beispiel, wenn die Entleerung nicht funktioniert. In Westeuropa leidet mindestens jede siebte Frau an einer Blasenschwäche. Ein Drittel davon hat die Blasenschwäche bereits lange vor den Wechseljahren.“

Welche Bedeutung spielt der Beckenboden in der Gesundheit der Frau?

Dr. Fischäß-Pfeiffer: „Der weibliche Beckenboden ist bereits in jungen Jahren naturgemäß einer hohen Belastung zum Beispiel durch Schwangerschaft und Entbindung ausgesetzt. Hinzu kommen weitere Schwächungsfaktoren wie eine Veranlagung zur Bindegewebsschwäche oder die hormonelle Umstellung mit den Wechseljahren. Viele Beschwerden können durch eine frühzeitige konservative Therapie - vor allem durch richtig erlerntes Beckenbodentraining - effektiv vermieden oder geheilt werden. Das heißt, eine etwaige Blasenschwäche entsteht erst gar nicht. Ein Beispiel: Etwa 50 Prozent der betroffenen Frauen mit einer Belastungsinkontinenz kann so gut und dauerhaft geholfen werden.“

Inwiefern bestehen Unterschiede in den Ausführungen von Ihnen und denen Ihrer Vortragspartnerin Angelika Feldmann?

Dr. Fischäß-Pfeiffer: „Ich werde erklären, warum es verschiedene Formen der Blasenschwäche bei Frauen gibt, wie man diese unterscheidet und welche Therapiemöglichkeiten es gibt, wenn erste Therapieansätze wie zum Beispiel ein Beckenbodentraining nicht mehr weiterhelfen. Ein weiteres Thema an diesem Abend wird die Senkung der weiblichen Unterleibsorgane sein. Manche Blasen- und Darmbeschwerden können auch damit zu tun haben. Neben einer Inkontinenz für Harn oder Stuhl kann auch eine Entleerungsstörung von Blase und Darm das Hauptsymptom sein. Am Beckenboden treffen eben viele Organsysteme zusammen. Frau Feldmann ist Physiotherapeutin und als PhysioPelvica®-Therapeutin besonders für die Behandlung von Beckenbodenschwäche und Inkontinenz spezialisiert. Sie erklärt die Funktionsweise des Beckenbodens aus der Sicht der Physiotherapeutin. Außerdem erklärt sie anhand von praktischen Beispielen die Funktionsweise und die Möglichkeiten der Physiotherapie bei diesen Erkrankungen sowie die Vorbeugung. Es gibt eine Vielzahl konservativer Therapiemöglichkeiten, die zuerst angewendet werden. Und selbst, wenn es aussichtslos erscheint: Es muss nicht immer eine Operation sein. Darüber informieren wir ebenso an diesem Abend.“

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