Mo., 24.02.2014

Heilpraktikerin Wolf über ergänzende Behandlungen bei Krebs „Spontanabwehr stimulieren“

Coesfeld. Im Gesundheitsforum Coesfeld findet am Mittwoch (26.2.) ab 19 Uhr ein Vortrag zum Thema „Stärkung des Immunsystems bei Krebserkrankungen mit Naturheilverfahren“ statt. Die Diplom Oecothrophologin und Heilpraktikerin Dagmar Wolf von der Krebsberatung Münsterland e.V. referiert in der Familienbildungsstätte. Sie stellt ergänzende Behandlungsmöglichkeiten der Naturheilkunde vor – beispielsweise Mistel-, Sauerstoff- und Enzymtherapie sowie den Einsatz von Mikronährstoffen, die das Immunsystem stärken können. In der Praxis bewährte naturheilkundliche Begleitmaßnahmen, die die Nebenwirkungen der Chemo- und Strahlentherapie senken können und das Allgemeinbefinden verbessern sollen werden ebenfalls aufgezeigt. Über dieses Thema sprach AZ-Redaktionsmitglied Thomas Lanfer mit Dagmar Wolf.

Von Allgemeine Zeitung

Naturheilverfahren wie die Homöopathie und die Schulmedizin hatten ein nicht immer spannungsfreies Verhältnis. Wie würden Sie die Beziehung heute kennzeichnen?

Dagmar Wolf: Das Verhältnis ist bis heute nicht ganz spannungsfrei, obwohl es deutliche Annährungen gibt. Ich würde mir für die Zukunft eine engere Zusammenarbeit wünschen, im Sinne eines ganzheitlichen Therapieansatzes, bei dem sich schulmedizinische Standardmethoden und naturheilkundliche Behandlungsmethoden gegenseitig ergänzen, ganz zum Wohle der Patienten. Das enorme Selbstheilungspotential, das wir mit sanften Naturheilverfahren mobilisieren können, bleibt von der Mehrzahl der Schulmediziner leider unbeachtet und ungenutzt.

Was sind die Wirkmechanismen der von Ihnen vorgestellten Therapieformen und welche Erfahrungen liegen hierzu vor?

Wolf: Die Misteltherapie zum Beispiel greift auf über 80 Jahre Erfahrung in Forschung und Therapie zurück, die systemische Enzymtherapie auf rund 50. Die Wirkmechanismen sind heute gut erforscht. Als sogenannte Immunmodulatoren stimulieren sie unter anderem das angeborene körpereigene Abwehrsystem wie zum Beispiel die natürlichen Killerzellen als wichtige Spontanabwehr von Tumorzellen.

Was sind Mikronährstoffe?

Wolf: Zu ihnen zählen weit über 40 verschiedene Nährstoffe darunter Vitamine, vitaminähnliche Substanzen, Mineralstoffe, Spurenelemente, Amino- und Fettsäuren. Sie sind lebenswichtig für unsere Stoffwechselfunktionen und werden zum größten Teil über die Nahrung zugeführt. Für ein optimal funktionierendes Immunsystem benötigen wir beispielsweise die Mikronährstoffe Vitamin C, Zink, Selen und Vitamin D.

Welche Rolle spielt Ihrer Meinung nach die Ernährung bei der Krebstherapie?

Wolf: Die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle. Schon bei der Entstehung von Krebserkrankungen circa 40 Prozent, laut aktueller Studienlage. Bei der Ernährungstherapie von Krebspatienten geht es in erster Linie darum, Gewichtsverluste zu vermeiden und eine ausreichende Zufuhr von Mikronährstoffen sicherzustellen. Häufig liegt eine Mangelsituation vor, verursacht durch Appetitverlust, Entzündungen, Durchfall, starkes Schwitzen und vieles mehr als Folge der Nebenwirkungen von Operationen, Chemo- und Strahlentherapie.

Womit kann man die Nebenwirkungen von Strahlen- oder Chemotherapie günstig beeinflussen?

Wolf: Die Naturheilkunde bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Nebenwirkungen der sehr aggressiven Standardverfahren zu senken, den krebskranken Patienten allgemein zu stärken und seine Entgiftungsorgane zu unterstützen. Wirksame Mittel aus der Pflanzenheilkunde, der Homöopathie, der mikrobiologischen Therapie und der Mikronährstofftherapie können häufige Beschwerden wie Schleimhautentzündungen, Appetitverlust, Verdauungsstörungen und Erschöpfung lindern helfen.

Gibt es bei bestimmten Krankheitsformen oder -stadien Kontraindikationen für die von Ihnen beschriebenen Therapieansätze?

Wolf: Ja natürlich gibt es Gegenanzeigen für bestimmte Verfahren oder Medikamente. Deshalb gehört die komplementäre biologische Behandlung von Krebserkrankten in fachkundige Hände eines Heilpraktikers oder eines Arztes für Naturheilverfahren und sollte nicht als Selbstmedikation erfolgen.

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