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Fr., 06.12.2013

Junge Szene Zum Dahinschmelzen

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren; Walt Disney; 2013; 103 Minuten; FSK: ab 0 Jahren

Von Allgemeine Zeitung

Diesen Winter hat Disney einen neuen Animationsfilm passend zur Weihnachtszeit in die Kinosäle gebracht: Die Eiskönigin. Das 3D-Abenteuer lässt sämtliche Novemberkälte dahinschmelzen. Angelehnt an das Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen, erwarten den Kinogänger – neben Massen von Schnee – die furchtlosen Königstöchter Anna und deren Schwester Elsa, der herzliche Kristoff und sein Rentier Sven, der Traumprinz Hans und der verrückte Schneemann Olaf.

Auf den ersten Blick wirkt Thronfolgerin Elsa selbstsicher und etwas kühl – ihr Geheimnis: Sie hat die Fähigkeit, Dinge und Menschen in Schnee und Eis zu verwandeln. Anna ist nicht so majestätisch wie Elsa und handelt stets bevor sie denkt. Anna weiß um das Geheimnis von Elsa, bis diese sie am Kopf verletzt und Steintrolle ihr jegliche Erinnerung daran nehmen. So wollen sie Anna schützen. Auch nach dem Tod der Eltern führen Elsa und Anna ein sehr distanziertes Leben. Doch alles ändert sich bei Elsas Krönung.

Das Abenteuer rund um die Schwestern ist geprägt von Gefühlen und Emotionen, aber auch durch Charaktere wie Olaf (gesprochen von Hape Kerkeling). Er ist der freundlichste und aufgeschlossenste Schneemann aller Zeiten und wurde von Anna und Elsa zu Kinderzeiten gebaut. Sven, das Rentier und Kristoff bilden ein Team im Film. Sie leben hoch oben in den Bergen und verdienen ihr Geld mit Eisblöcken. Anna tritt eine spannende Reise an, doch ob die Schwestern noch zueinander finden und welchen Part die anderen Charaktere wie Duke of Weselton, Sven und Prinz Hans übernehmen, sei hier noch nicht verraten.

Die Eiskönigin ist nicht nur ein Film für die jüngeren Junge-Szene-Leser. Auch Musicalfans werden die Lieder in dem Film sehr gelungen finden, besonders das herzerweichende Lied von Anna zu Beginn des Films. Ein Highlight ist sicherlich auch der skurrile Schnäppchenladen von Oake, in dem Besucher mit einem „Grüezi“ begrüßt werden. Charaktere wie Olaf machen den Film besonders für Kinder sehenswert. Allerdings kann „Die Eiskönigin“ Disney Klassiker wie „Mulan“ oder „Die Schöne und das Biest“ nicht toppen.

Die 3D-Technik und den dadurch teuren Preis hätte sich Disney auch sparen können, da sie nicht sonderlich spannend eingesetzt wird, sondern eher unnötig erscheint. Schon im Trailer fällt die Ähnlichkeit zwischen Anna und der Rapunzel aus dem gleichnamigen Film „Rapunzel – Neu verfönt“ auf. Hier hätte Disney etwas kreativer sein können. „Die Eiskönigin“ ist jedoch garantiert einen netten Kinobesuch wert. K. Schulze Baek

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