Junge-Szene-Mitglied Johanna Zirkel berichtet über ihre erste Reise ohne Eltern ins europäische Ausland
Heimweh einen Tag vor der Rückkehr

COesfeld/Istanbul. Ohne die Eltern zu verreisen, ist immer ein bisschen aufre-gend. Natürlich, auf Klassen-fahrt waren wir alle schon, und viele von uns haben auch sicher schon am Ferienlager teilgenommen. Aber wie sieht es mit dem europäischen Ausland aus?

Freitag, 04.08.2017, 12:29 Uhr

Junge-Szene-Mitglied Johanna Zirkel berichtet über ihre erste Reise ohne Eltern ins europäische Ausland : Heimweh einen Tag vor der Rückkehr
Bei einer Bootsrundfahrt konnte Johanna die Bosporus-Brücke zwischen Asien und Europa bestaunen. Fotos: joz Foto: az

Ich bin mit meiner besten Freundin für eine Woche nach Istanbul geflogen und habe dort Urlaub gemacht. Ja genau, nach Istanbul. Viele, denen ich vorher davon erzählt habe, haben ungläubig mit dem Kopf geschüttelt und gefragt, ob ich mir denn sicher sei, dass ich da wirklich hin wolle. Ich war mir sicher. Also buchten wir Flüge und packten unsere Koffer. Da die Großcousine meiner Freundin in Istanbul wohnt und uns anbot, bei ihr zu wohnen, brauchten wir uns nicht um ein Hotel zu kümmern. Und so stiegen wir in Düsseldorf ins Flugzeug und machten uns auf den Weg.

In Istanbul angekommen, nahm die Aufregung dann zu: Ein riesengroßer Flughafen. Personal, das bestenfalls gebrochen Englisch gesprochen hat und nur Menschen, die genau zu wissen schienen, wohin sie wollten. Aber nachdem wir unser Gepäck gefunden und den Ankunftsbereich verlassen hatten, nahm uns die Großcousine meiner Freundin in Empfang und die Aufregung ließ nach.

Der erste auffällige Unterschied zu Deutschland: Regeln im Straßenverkehr sind den meisten Autofahrern in Istanbul vollkommen unbe-kannt. „Hauptsache hupen“ scheint hier das Motto zu sein. Trotz Ramadan war die Stadtautobahn heillos überfüllt, und wir brauchten lange, um unser Ziel zu erreichen.

Da wir von der Reise ziemlich müde waren, packten wir nach dem Essen nur noch schnell unsere Koffer aus und fielen ins Bett.

Am nächsten Morgen dann die große Überraschung: Aus unserem Fenster hatte man einen großartigen Blick aufs Meer. Den ersten Tag verbrachten wir dann auch auf der Segelyacht unserer Gastgeber und schwammen sogar im Meer.

In den nächsten Tagen zeigte uns die Großcousine viele der Sehenswürdigkeiten in Istanbul und Umgebung. So besichtigten wir beispielsweise den Topkapi Palast und machten eine Rundfahrt auf dem Bosporus, das ist die Meerenge in Istanbul zwischen Europa und Asien.

Abends telefonierten wir dann mit unseren Familien und berichteten von unseren Erlebnissen. Bis zum letzten Abend vor Abreise war von Heimweh keine Spur, doch beim Packen der Koffer bemerkten wir beide, dass wir unsere Familien doch ziemlich vermissten. Und so ging es dann früh morgens zum Flughafen. Die Sicherheitskontrollen waren etwas ausgeprägter und zahlreicher als in Deutschland, aber wir gelangten ohne Probleme zu unserem Flugzeug.

Am Nachmittag folgte dann das glückliche Zusammentreffen mit unseren Familien. Wir hatten auf den verschiedenen Basaren und Märkten in Istanbul allerlei kleine Geschenke gekauft, die wir nun überreichen konnten.

Ich habe diesen Urlaub sehr genossen und werde ihn in guter Erinnerung behalten. Es war eine wunderbare Erfahrung, eine gänzlich andere Kultur kennen zu lernen, und ich würde dies jedem empfehlen, der die Gelegenheit dazu erhält. Ich würde diese Entscheidung, alleine zu verreisen, immer wieder treffen.

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