Mi., 10.01.2018

Sophia Brosthaus ist mit ihrem „weltwärts“-Einsatz in Sambia durchgestartet / Fußballmannschaften trainieren Sportliche Aufgaben fernab der Heimat

Sophia Brosthaus ist mit ihrem „weltwärts“-Einsatz in Sambia durchgestartet / Fußballmannschaften trainieren: Sportliche Aufgaben fernab der Heimat

Eine Fußballmannschaft trainiert Sophia Brosthaus im fernen Sambia. Bei ihrem „weltwärts“-Einsatz ist die Letteranerin an einer Schule in dem afrikanischen Land tätig und hat dort auch ein Zahnputz-Projekt ins Leben gerufen. Fotos: privat Foto: az

Coesfeld/Livingstone. Es ist das Abenteuer ihres Lebens. 365 Tage voller Engagement und Sport und das 7445 Kilometer von ihrer Heimat entfernt. In Sambia absolviert Sophia Brosthaus aus Lette einen „weltwärts“-Einsatz (wir berichteten). Vor fünf Monaten startete die 18-Jährige ihre große Reise. Nun ist es Zeit für eine kleine Zwischenbilanz. In ihrem Blog schreibt Sophia von ihren Erfahrungen auf dem Schwarzen Kontinent.

Von Florian Schütte

Über Katar und Johannesburg in Südafrika ging es nach Livingstone in Sambia, wo Sophia direkt von einer Horde Schulkinder herzlich in Empfang genommen wurde. Untergebracht ist die Letteranerin mit anderen jungen Leuten im Freiwilligenhaus.

Langeweile ist für Sophia dort unten ein Fremdwort. Von dienstags bis freitags arbeitet sie an der Linda South Primary School. Montags ist sie in der Art Gallery tätig, wo sie zusammen mit Meike, ihrer Projektpartnerin, ein eigenes Projekt entwickelt hat, „das sich aus einer Mischung von Kunst, Sport und „Natur erkunden“ zusammensetzt“, erklärt Sophia in ihrem Blog. „Da es sich um ein vollkommen neues Projekt handelt haben wir viel Freiraum für eigene Ideen“, ist sie begeistert.

Nebenbei trainiert sie auch die U12- und die U14-Fußball-Mannschaft des SOS-Kinderdorfs. Dabei musste sie feststellen, dass der Fußball in Afrika oft regelrecht zelebriert wird. „Besonders fasziniert hat mich während des Turniers die unglaubliche Motivation der Kinder – es wurde nicht nur gespielt, sondern auch gesungen, getanzt und angefeuert“, schreibt Sophia.

In Seminaren wurde Sophia über lokale Gepflogenheiten sowie die politische Lage aufgeklärt und lernte außerdem die nationale Küche kennen. Auch auf einen Besuch bei den nahegelegenen Victoria-Fällen blickt Sophia mittlerweile zurück.

Abstriche muss die junge Frau hingegen oft bei der Technik machen. Mal mangelt es an einem WLAN-Router, dann kommt kein Wasser aus dem Hahn, oder es streikt die Auto-Batterie und auch eine Reifenpanne kommt schon mal vor. Doch Sophia nimmt es mit Gelassenheit. „Mittlerweile ist hier etwas Alltag eingekehrt. Trotzdem vergeht kein Tag, an dem nicht etwas Unerwartetes passiert“, berichtet Sophia.

Die ersten Schulwochen vergingen wie im Flug. „Sportunterricht für die ganze Schule, Vertretungsunterricht, eine Schulwebseite einrichten, beim Bau eines neuen Klassenraums helfen, eigene Projekte starten… Das sind grob zusammengefasst unsere Hauptaufgaben“, schildert die Fußballerin. Da die Kinder erst ab der 4. Klasse Englisch lernen, müsse man sich oft mit Händen und Füßen verständigen.

Ein weiteres Projekt, das Sophia und ihre Mitstreiterin ins Leben gerufen haben, ist das Zahnputz-Projekt mit „Brushi – dem Zahnputzdrachen“. „In der Zeit die wir bisher an der Schule verbracht haben, ist uns immer wieder aufgefallen, dass viele der Kinder schlechte Zähne haben“, begründet Sophia, warum ihr dieses Projekt am Herzen liegt – und die Kids sind mit Feuereifer dabei. „Das Beste kommt natürlich zum Schluss: der Zahnputzsong! Alle Kinder hüpfen, klatschen, singen und tanzen – so macht Zähneputzen Spaß!“ | sophiainsambia.wordpress.com

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