Mo., 23.05.2016

Westfälisches Quartett begeistert über 50 Zuhörer auf Hof Schoppmann Jazz in lebendigem Gewand

Westfälisches Quartett begeistert über 50 Zuhörer auf Hof Schoppmann : Jazz in lebendigem Gewand

Vier große Künstler: (v.l.) Jochen Welle, Johannes Echterhoff, Ansgar Elsner und Sebastian Altekamp überzeugten mit ihrem Repertoire. Foto: Axel Engels

Darup. Bei strahlendem Sonnenschein bot der Alte Hof Schoppmann mit dem Westfälischen Jazz-Quartett, eingeladen vom Verein „Kunst und Kultur Nottuln“, wahren Musikgenuss.

Von Axel Engels

Ansgar Elsner, Sebastian Altekamp, Johannes Echterhoff und Jochen Welle nahmen die über 50 Liebhaber feinsten Jazz' mit auf eine Reise in die Welt der Jazz-Standards. Das für seine exquisite Improvisationskunst bekannte Quartett präsentierte Songs aus dem Real-Book, die wohl jeder kannte, aber in solch einem lebendigen Gewand lange nicht mehr gehört hat.

Wenn Ansgar Elsner mit dem warmen Ton seines Saxophons zu den filigranen Klavierklängen von Sebastian Altekamp solch wunderbare Melodien wie „Stella by Starlight“ erklingen ließ, dann erlebte man diesen Song aus dem Jahre 1944 wie vom Staub der Zeit befreit. Auch Chet Bakers „How deep is the ocean“ und Oliver Nelsons „Stolen moments“ passte einfach bestens zu der Art, wie diese sympathischen Musiker den Jazz gleichsam leben. Leidenschaft und Intensität prägten den jederzeit stimmigen musikalischen Dialog, erlebte man kammermusikalischen Jazz fern jeder Kopflastigkeit.

In die glitzernde Welt der amerikanischen Tanzpaläste ging es bei Gene De Pauls „I remember April“ und die Gefühlstiefe von George Gershwins „Summertime“ übertrug sich bei dem sensiblen Spiel dieses Quartetts. Mit seinem punktgenauen Spiel konnte der Schlagzeuger Jochen Welle jedem Song den adäquaten Drive verleihen und die Saitenkunst von Kontrabassist Johannes Echterhoff schuf einen ganz facettenreichen instrumentalen Grund.

Wenn dann noch die Broadway-Melodie „All the things you are“ von Jerome Kern erklang, war das Vergnügen der Jazzliebhaber komplett. Bei dem sehr pianistisch angelegten „On green Dolphin street“ konnte Sebastian Altekamp seine ganz pianistische Kunst einbringen. Ein köstlich unterhaltsamer Vormittag.

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