Fr., 28.04.2017

Martha Wieskus will ökologisch wichtige Lebensräume vernetzen / 1. Erlebnispfad am 6. Mai abgehen Auf zum „Daruper Klimagipfel“

Martha Wieskus will ökologisch wichtige Lebensräume vernetzen / 1. Erlebnispfad am 6. Mai abgehen : Auf zum „Daruper Klimagipfel“

Hinter der Brücke bei den Kreativgärten soll nach dem Konzept von Martha Wieskus (r., mit Marion Tibroni von der Initiative Kreativgärten) der erste Erlebnispfad entlangführen. Die Idee sieht vor, die Randstreifen mit Obst- und anderen Bäumen, Blumen, Hecken und Sträuchern zu bepflanzen. Besucher könnten unterwegs den Naturpark Gerding und Skulpturen von Peter Bolle besichtigen, die Kapelle besuchen, Labyrinthe im Wald begehen und durch den Hohlweg spazieren. Foto: Viola ter Horst

Darup. Martha Wieskus hat einen Traum. „Dass die ganze Straße mit Leuten voll ist, die am 6. Mai mit uns die Strecke abgehen möchten“, sagt die Daruperin und ihre Augen strahlen dabei.

Von Viola ter Horst

Schon lange schwirrt ihr diese Idee im Kopf herum, arbeitet und feilt sie an einem Konzept – am 6. Mai soll nun unter der Überschrift „Daruper Klimagipfel“ der Startschuss fallen. „Wir wollen ökologisch wertvolle Lebensräume auf öffentlichen Flächen schaffen und vernetzen“, erklärt Wieskus.

„Ich stelle mir vor, dass ein zusammenhängendes Naturerlebnisgebiet entsteht.“ Konkret: Ein Rundweg in mehreren Teilen. Der erste Weg soll nach dem Konzept von Martha Wieskus bei den Kreativgärten starten und dann hinter der Brücke Richtung Kapellenweg hoch, über den Hahnsweg bis zur B525 und zurück bis zum Dorf und den Kreativgärten.

Mit dabei sind neben Aktiven der Kreativgärten bereits ökologisch arbeitende Initiativen und Organisationen, darunter der Arbeitskreis Artenvielfalt im Kreis Coesfeld des Naturschutzbunds (Nabu).

„Es sollten möglichst viele mitwirken“, wünscht sich Wieskus. „Alle Bürger sind willkommen.“ Auch Kindergärten und Schulen dürfen sich angesprochen fühlen.

„Es soll ein breites Netzwerk entstehen“, sagt Marion Tibroni von der Initiative Kreativgärten. In das insbesondere auch öffentliche Vertreter wie die Gemeinde Nottuln, der Bauhof und der Kreis Coesfeld sowie die Landwirtschaft eingebunden sein sollen.

Einem Antrag der Grünen, Randstreifen im Gemeindegebiet Nottuln, die sich im öffentlichen Eigentum befinden und derzeit beackert werden, für die Ziele der Artenvielfalt zurückzugewinnen, wurde im zuständigen Ausschuss der Gemeinde bereits einhellig zugestimmt.

Bei dem Rundweg unter der Überschrift „Erlebnispfad für Kunst und Natur. Eine Freude für alle Sinne“ würden die Kreativgärten und der Naturpark Gerding als bereits geschaffene Naturräume vernetzt werden, es gäbe auf der Strecke für Besucher mehrere Besichtigungs- und Erlebnispunkte und die teils sehr breiten Seitenstreifen böten viele Möglichkeiten zur Bepflanzung. „Es können dort Obstbäume verschiedenster Art gepflanzt werden“, sagt Marion Tibroni. Viele Bäume nach den Vorstellungen von Martha Wieskus – alte und neue Apfel- und Birnensorten, Pflaumen, Mirabellen, Kirschen und Zwetschgen – „vielleicht können ja Bürger Bäume pflanzen und Patenschaften übernehmen“, schlägt sie vor. „Auch für Schulen und Kindergärten wäre das ein tolles Projekt.“

Blumen, Hecken und Gehölze sollen außerdem zu einer artenreichen Vielfalt beitragen und Kleinstlebewesen wieder Lebensraum bieten.

Teilweise sind die öffentlichen Streifen vier bis sechs Meter breit, dazu kommen noch Randstreifen der Äcker.

Besucher könnten auf dem Erlebnispfad die Skulpturen von Peter Bolle und die Labyrinthe im Wald besichtigen, durch den Hohlweg spazieren und sich die Kapelle anschauen. „Zum Schluss besteht die Möglichkeit, auf Hof Schoppmann Kaffee zu trinken, im Dorf eine Pizza zu essen, im Landgasthaus einzukehren oder sich in den Kreativgärten auszuruhen“, skizziert Martha Wieskus einen möglichen Ausflugstag für Besucher. „Darup würde davon sicherlich profitieren.“

Für zwei weitere Erlebnispfade ums Dorf hat die kreative Daruperin bereits Konzept-Vorschläge in der Tasche.

- Am 6. Mai haben alle Interessierten die Möglichkeit, die Strecke abzugehen und weitere Pläne zu schmieden. Treffpunkt ist um 15 Uhr in den Kreativgärten.

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