Fr., 05.05.2017

Nottulnerin dreht Film mit Schülern der Sebastianschule / „Haör äs gued to - Wi sint Europa!“ Szenenspiel in vier Sprachen

Nottulnerin dreht Film mit Schülern der Sebastianschule / „Haör äs gued to - Wi sint Europa!“ : Szenenspiel in vier Sprachen

Die Nachwuchstalente der Sebastianschule Darup: Zusammen mit Ulla Wolanewitz und Susanna Wüstneck drehten die acht Schülerinnen und Schüler den Film „Haör äs gued to – Wi sint Europa“ zur Europawoche 2017 im Alten Hof Schoppmann. Foto: Ulla Wolanewitz

Darup (ul). Aller Anfang muss nicht zwangsläufig schwer sein. Acht Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse der Sebastianschule in Darup machten die amüsante Erfahrung, dass es auch sehr wohl anders sein kann. Das kleine Team hatte sich von Ulla Wolanewitz und ihrer Idee, einen Film zur Europawoche 2017 zu drehen, infizieren lassen.

Von Ulla Wolanewitz

Die Nottulnerin ließ sich ein lustiges Drehbuch für ein witziges Szenenspiel in vier Sprachen einfallen. Und siehe da: „Die Kids waren von Anfang an Feuer und Flamme. So hoch motiviert, dass sie aus Begeisterung ihre Text sogar auch zu Hause geübt haben“, erklärt die Journalistin. So durften sich die Nachwuchstalente für „Haör äs gued to - Wi sint Europa!“ plattdeutsch, hochdeutsch, englisch und niederländisch drauf schaffen. Was ihnen in jedem Fall mehr Spaß als Probleme bereitete, wie das Ergebnis gerne beweist.

Da das Zeitfenster recht klein bemessen war, opferten die Darsteller auch gerne bereitwillig zwei Ferientage. Als Drehort konnte das Cafè im Alten Hof Schoppmann genutzt werden. „Äußerst praktisch“, so Ulla Wolanewitz. „Denn das Szenario ist in einem Cafè angesiedelt.“ Mit an den Start ging Susanna Wüstneck, Dokumentarfilmerin und Kamerafrau aus Billerbeck, weil „wir ein gutes Team sind und sehr konstruktiv zusammenarbeiten“, so die Drehbuch-Autorin.

Zum Inhalt: Vier feine Damen, die plattdeutsch, hochdeutsch, englisch und niederländisch sprechen, möchten in einem Cafè entspannt Kaffee und Kuchen genießen.

Der vielsprachige schelmische Kellner gibt vor, die Ladies nicht zu verstehen und macht sich einen Spaß daraus, „de aollen Gawweltangen“ alles Mögliche zu servieren. Logisch gibt´s ein Happy End zum Schluss. Das Fazit: „Et häff´ wat duert. Aower an´t End häbbt wi us all vöstaohn!“ Denn: Wir sprechen doch alle irgendwie die gleiche Sprache auch, wenn wir unterschiedliche Worte benutzen.

Großes Lob ernteten die Nachwuchstalente vom Aufnahme-Duo: „Das war schon eine prima Leistung. Denn es war viel Konzentration und Aufmerksamkeit gefordert“, so Susanna Wüstneck. „Aber die haben das brillant gemeistert.“ Als kleines Dankeschön vorweg gab es abschließend ein gemeinsames Mittagessen am Drehort. Dass die Crew sich aber keineswegs überfordert gefühlt hat, bewies sie mit der Antwort auf die Frage: Wer will beim nächsten Mal wieder dabei sein? Denn die lautete unisono: „Ich!“.

Realisiert werden konnte der Kurzfilm über zehn Minuten durch die finanzielle Unterstützung vom Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei. Zu sehen gibt´s den originellen Streifen am Samstag (6. 5.) um 14 und 15 Uhr in der Aschebergschen Kurie. Er wird an diesem Nachmittag zwei Mal gezeigt. Zusammen mit dem zweiten Filmprojekt von Ulla Wolanewitz und Susanna Wüstneck. Darin kommen zwölf Männer und Frauen unterschiedlichen Alters aus den Herkunftsländer sind Weißrussland, Polen, Armenien, Syrien, Irak, Vietnam, Kongo, Thailand, Eritrea, Island Jordanien und Pakistan zu Wort. Sie stellen sich den Themen „Ich lebe in Nottuln, in Europa, weil…“. Der Eintritt ist kostenfrei.

Google-Anzeigen
Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4813197?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F968628%2F