Mo., 08.05.2017

Erster Daruper Klimagipfel mit Rundweg / Vernetzung von ökologisch wertvollen Lebensräumen Erlebnispfad für Kunst und Natur

Fotostrecke: Daruper Klimagipfel

Darup. Bei schönstem Maiwetter haben sich zehn interessierte Daruper und Nottulner Bürger am Treffpunkt an der Coesfelder Straße zur Begehung des ersten Erlebnispfades zum „Daruper Klimagipfel“ eingefunden. Durch Einbeziehung der öffentlichen Flächen an den Gemeindewegen soll mit einem Rundweg eine Vernetzung von ökologisch wertvollen Lebensräumen entstehen.

Von Christian Tiepold

Zwei Stunden führt die engagierte Natur- und Erlebnispädagogin Martha Wieskus die Gruppe über den geplanten Rundweg. Es geht vorbei an den liebevoll eingerichteten Kreativgärten, unter der Brücke der Umgehungsstraße hindurch und vorbei an einer weiteren Station des geplanten Erlebnispfades, dem „Naturpark Gerding“. Der ist seit 2001 in liebevoller Kleinarbeit von Angela und Walter Gerding auf inzwischen über 1,5 Hektar direkt am Weg angelegt worden. Durch den uralten Hohlweg mit der Schnitzkunst von Peter Bolle geht es hinauf zur kleinen Wallfahrtskapelle und heraus aus dem Wald. Ein harter Kontrast auf der Anhöhe ist die dort beginnende intensive Bewirtschaftung der Ackerflächen. Schmal sind die Wegraine geworden und reichen fast bis an den asphaltieren Feldweg heran. Nur noch hier und da gibt es Reste einer Hecke und ein paar wenige Bäume. „Hier sollen die Randstreifen mit alten Apfelsorten, Kirsch-, Pflaumen- und Walnussbäumen bepflanzt werden, dazu können einheimische Heckengehölze wieder für eine geschlossene Vegetationszone für Insekten, Vögel und Niederwild sorgen,“ entwickelt Wieskus ihre kreativen Ideen am Hahnsweg bevor es wieder bergab ins Dorf geht.

Ihre Kooperation haben bereits das Naturschutzzentrum des Kreises Coesfeld, das Bündnis Artenvielfalt und die Grünen zugesagt. Das Mitmachprojekt plant, zur nächsten Pflanzsaison im Herbst beginnen zu können. Und darüber hinaus stehen bereits die Planungen für zwei weitere Erlebnispfade.

Die Initiative hofft auf tatkräftige Unterstützung – auch seitens der Gemeinde. Leider ist der Einladung der Initiative niemand aus den vielen Daruper Vereinen gefolgt und auch die Gemeindevertretung hat abgesagt, so Marion Tibroni. Warum es in Darup immer noch Widerstand und sogar Vandalismus gegen das Projekt gibt, erschließt sich nicht. Würden die Erlebnispfade doch einen erheblichen Zuwachs an Wohn- und Lebensqualität für Darup bringen und das Dorf attraktiver für Gäste, Neubürger und die heimische Gastronomie machen. Was kann es Schöneres geben, als die eigene direkte Heimat aufzuwerten und erlebbar zu gestalten. | www.kunstundnaturindarup.de

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4820637?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F968628%2F