Mi., 17.05.2017

Viele Vorteile und wenige Änderungen sind Grund für einstimmiges Votum der Volksbank Lette-Darup-Rorup „Fusion auf Augenhöhe“

Lette. Der Bilanzgewinn der Volksbank Lette-Darup-Rorup kann sich mit 262 367 Euro sehen lassen. Und dennoch: Das Niedrigzinsniveau werde in den kommenden Jahren vermutlich das Betriebsergebnis geringer ausfallen lassen, wie Bankvorstand Egbert Messing darlegt. Umso wichtiger sei es jetzt, „Kräfte zu bündeln“ und mit „einer vorausschauenden Geschäftspolitik rechtzeitig die Weichen für die Zukunft zu stellen“, so Messing. Die Argumente ziehen. 76 der 77 stimmberechtigten Vertreter votieren für die Fusion mit der Volksbank Nottuln. Gegenstimmen gibt es keine.

Von Florian Schütte

Nach der Verschmelzung werden beide Banken unter Volksbank Nottuln eG firmieren – rückwirkend zum 1. Januar 2017. Die einzelnen Niederlassungen werden jedoch eigenständig, beispielsweise als „Volksbank Lette“, eingetragen.

Die Vorteile für die beiden Genossenschaftsbanken ähnlicher Größenordnung liegen laut Messing bei dieser „Fusion auf Augenhöhe“ auf der Hand: Eine größere Bank sei ein attraktiverer Arbeitgeber, Sachkosteneinsparungen in Höhe von 150 000 Euro pro Jahr würden zu einer gesteigerten Leistungsfähigkeit führen und Serviceleistungen könnten ausgebaut werden. Zudem erhalten alle Mitarbeiter eine Beschäftigungsgarantie. „Fusionsbedingte Kündigungen wird es nicht geben“, verspricht Messing. Darüber hinaus sei es gemeinsam einfacher, die „Herausforderungen der Digitalisierung“ anzugehen. Denn „der nächste Anbieter ist nur einen Klick entfernt“, mahnt Messing.

Die fusionsbedingten Änderungen sollen sich in Grenzen halten. Zum 19. August 2017 wird die Bankleitzahl der Volksbank Nottuln übernommen. Damit geht auch eine neue IBAN für Kunden der Volksbank Lette-Darup-Rorup einher. Die Kontonummern der Kunden aus Darup und Rorup werden von sieben auf zehn Stellen aufgestockt. In Darup werden die Ziffern 510 vorangestellt, in Rorup die Ziffern 780. Kunden erhalten dann eine neue Bankkarte mit einer neuen Geheimnummer. „Diese kann jedoch am Automaten direkt wieder zur gewohnten alten Nummer geändert werden“, erklärt Bankvorstand Martin Aldenhoff.

Dass beide Banken laut Egbert Messing „kerngesund und grundsolide“ seien, bestätigt die Wirtschaftsprüferin Julia Grollmann in ihrem Prüfungsbericht, in dem sie keinerlei Bedenken gegen eine Fusion sehe.

Nun muss auf der Vertreterversammlung der Volksbank Nottuln ebenfalls eine Mehrheit von mindestens 75 Prozent zusammengekommen. Erst dann ist die Fusion in trockenen Tüchern. Das erscheint jedoch nur noch als Formsache, herrsche doch unter den Banken „ein besonderes Vertrauensverhältnis“, so Messing.

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