Mo., 02.10.2017

7. Baumberger Apfelfest lockt viele Besucher auf den Alten Hof Schoppmann / Namen für Schafsbock gefunden Äpfel sorgen für ein Paradies

7. Baumberger Apfelfest lockt viele Besucher auf den Alten Hof Schoppmann / Namen für Schafsbock gefunden: Äpfel sorgen für ein Paradies

Viele verschiedene Sorten der Frucht konnten die Besucher entdecken und probieren. Verschiedene Stände lockten mit Schätz- oder Quizfragen, und auch der Hunger konnte bei knusprigen Reibeplätzchen gestillt werden. Fotos: Iris Bergmann Foto: az

Darup. Da liegen sie in den großen Körben, rotbackig-glänzend und schön anzuschauen: Äpfel. Und wo immer der Blick auch hinfiel am Sonntag auf dem Alten Hof Schoppmann in Darup, der Apfel war Programm. War er einst der Auslöser für die Vertreibung aus dem Paradies, so sorgte die Frucht auf dem 7. Baumberger Apfelfest des Naturschutzzentrums Coesfeld eher für paradiesische Zustände.

Von Iris Bergmann

Das Wetter trug seinen Teil dazu bei. Während es am Vortag fast ohne Unterlass geregnet hatte, war am Sonntag den Besuchern die Sonne hold. „Ich hab mich echt gefreut heute morgen“, so Catharina Kähler vom Organisationsteam des Naturschutzzentrums. „Ich war aber erst noch misstrauisch“, lacht sie. Doch das Misstrauen verflog schnell mit der zunehmenden Zahl der Besucher, die auf den Hof strömten. Jung und alt, groß und klein. Vor allem für letztere war es spannend und abwechslungsreich.

Mittelpunkt des Apfelfestes war die mobile Saftpresse. Hierher kamen unter anderem die Kinder, Eltern und Erzieherinnen des Daruper St.-Marien-Kindergartens, brachten ihre gesammelten Früchte und konnten miterleben, wie daraus leckerer Saft gepresst wurde. Auch Peter Osinski aus Darup und seine Frau Carola Reinhold warteten geduldig. Mit zwei Autos waren sie gekommen, die Kofferräume rappelvoll mit Äpfeln. „Das sind etwa 300 Kilogramm“, schätzt Osinski. „Mit der ganzen Familie haben wir zwei Tage gesammelt. Machen wir jedes Jahr“, fügt er hinzu. Und Catharina Kähler wusste am Ende des Tages: „Insgesamt wurden über fünf Tonnen Äpfel zu Saft verarbeitet.“

Neben der Apfelpresse war es der Stand des Imkervereins, der die Gäste mit einer Schätzfrage lockte. „Ich denke mal, ein gutes Kilo wird’s schon sein“, meinte ein Besucher und wog das runde Bienenwachsstück in der Hand. Auch bei Steinmetzmeisterin Sabine Feldmann gab es was zu schätzen. Sie hatte einen schönen Apfel aus Sandstein gemacht, der 5127 Gramm auf die Waage brachte. Monika Schlüter aus Nottuln schätzte das Gewicht bis auf 71 Gramm genau und ging mit fünf Litern frisch gepresstem Apfelsaft nach Hause. Die Kinder waren bei der Steinmetzin eher am Handwerk interessiert und versuchten sich daran, Figürchen aus Stein zu schleifen.

Überhaupt kamen die jungen Besucher auf dem Fest voll auf ihre Kosten: Papiertüten mit Apfeldruck, Holzstehlen bemalen, beim Bau von Vogelhäuschen zuschauen, sich beim Apfelquiz schlau machen, die ausgestopften Tiere der rollenden Waldschule bewundern oder gar an der kleinen Saftpresse eigenhändig mit viel Kraft Äpfel ausquetschen.

Zwischen all den Ständen befand sich auch einer mit einer ganz besonderen Aktion: Die Alte Hof Schoppmann sollte Zuwachs bekommen, oder besser: die Schafdamen des Hofes werden einen Herren bekommen. Und für diesen Schafsbock wurde ein Name gesucht. 68 Vorschläge gingen ein, eine Jury traf die Vorauswahl. In die engere Wahl kamen: „Herr Paschulke“, „Bente“ und „Schoppi“, der am Ende das Rennen machte. Jenny Fiener heißt nun die Namensgeberin.

Wer all die vielen Angebote entdeckt, sich über Apfelsorten, Ernte und Rezepte informiert hatte, der fand sich meist vor dem Stand mit den Reibeplätzchen ein. Zwei leckere knusprig-braune Plätzchen mit Apfelmus gab’s auf den Teller. Und das wurde in der wärmenden Herbstsonne verdrückt. Ein wahrlich paradiesischer Zustand...

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