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Mo., 26.02.2018

Martin Austermann hat mit zwölf Jahren die Liebe zur Malerei entdeckt / Ausgleich zum Berufsalltag Märchenhafter Zauber aus dem Pinsel

Martin Austermann hat mit zwölf Jahren die Liebe zur Malerei entdeckt / Ausgleich zum Berufsalltag: Märchenhafter Zauber aus dem Pinsel

Die Kunstwerke geprägt von verzerrten, aus der Form geratenen Häusern von Hobbymaler Martin Austermann aus Darup hängen mittlerweile sogar in Praxen, Restaurants und Banken. Foto: Ulla Wolanewitz

Darup. Eines steht fest: So schnell wie sich seine Bilder verkaufen, kann er sie gar nicht malen. „Diese gute Resonanz ist immer wieder eine schöne Anerkennung“, bekennt Martin Austermann bescheiden. Dabei geht der Hobbymaler gar nicht in den Einsatz, um damit das große Geld zu machen. Vielmehr ist es der Spaß an der Freude, der ihn immer wieder zum Pinsel greifen lässt. Und: Der Ausgleich zum Beruf, den der Maschinenbautechniker in Appelhülsen ausübt.

Von Ulla Wolanetwitz

Seine außergewöhnlichen Ortsansichten machen ganz einfach durch ihren besonders freundlichen Charme auf sich aufmerksam. Seine verzerrten Häuser, sie wirken wie beschwipst und vom Wind geküsst. Allesamt sind sie schräg und aus der Form geraten. Gleichzeitig scheint's, als tanzten sie einen liebenswürdigen, harmonischen Reigen miteinander. Martin Austermann vereint in seinen Gemälden das Realistische mit einem märchenhaften Zauber. Gerade diese Mischung macht seine Bilder so unwiderstehlich, dass sie mittlerweile auch in Praxen, Restaurants und in Banken wiederzufinden sind.

Bei der letzten „Daruper Landpartie“ war er erstmalig dabei und das sofort mit gutem Erfolg. Bei der Frage, ob er bei dem diesjährigen Kreativ-Event auch wieder mit von der Partie ist, gerät er ins Schmunzeln: „So schnell kann ich nicht malen. Dafür habe ich leider nicht genug Zeit“. Denn oftmals bleibt nach Feierabend gerade mal das eine oder andere Stündchen.

Schon als Jugendlicher im Alter von zwölf Jahren entdeckte er für sich die Malerei als kreative Beschäftigung und „damit war ich ein Exot unter meinesgleichen“, lässt der 51-Jährige wissen und ergänzt amüsiert: „Fußball habe ich aber auch gespielt.“

Nein, eine familiäre „Vorbelastung“ gibt es nicht. Seinerzeit belegte der Jugendliche ein paar Kurse bei der Volkshochschule. Doch letztendlich sagt er, sei er Autodidakt. Bevor er sich an die Staffelei setzt, geht er auf Fotopirsch, um rund um die Szenerien „Lichteffekte und auch die Schattenspiele einzufangen“. Als gebürtiger Nottulner hatte es ihm natürlich zunächst die historische Ortskulisse angetan, die so einiges zu bieten hat. Aber mit dem entsprechenden Künstlerblick konnte er auch an seinem heutigen Wohnort Ansichten entdecken, die er entsprechend nach seinem Gusto - zauberhaft verzehrt – in Acryl auf die Leinwand bannte.

Nach seinen Fotodokumentationen legt er zunächst eigene handgezeichnete Skizzen an, weil „ich die Perspektiven und Ansichten manchmal etwas zusammenschiebe, damit sie in mein Bild passen“, erklärt der Hobbymaler. Acrylfarbe nutzt er, weil sie einfach schneller zu verarbeiten ist als Ölfarbe, schneller trocknet und dabei nicht so geruchsintensiv ist. „Im Ergebnis gibt es da keinen Unterschied“, ist er sicher. Was ihm die Freunde und Liebhaber seiner Bilder gerne bestätigen. Das Ergebnis ist immer wieder so, dass die Betrachter sich schnell von seinen Arrangements begeistern lassen und gerne einen gebührenden Platz in ihren eigenen vier Wänden dafür freimachen.

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