So., 01.05.2016

Neue Räume übergeben / Lob für viel Eigenleistung / Zahlreiche Angebote warten / Ort zum Chillen Ein Jugendhaus nach eigenen Ideen

Neue Räume übergeben / Lob für viel Eigenleistung / Zahlreiche Angebote warten / Ort zum Chillen : Ein Jugendhaus nach eigenen Ideen

Ansgar Heming (l.) Vorsitzender des Jugendwerks Gescher, ging darauf ein, dass sich Bedürfnisse junger Menschen und Anforderungen an die Jugendarbeit gewandelt haben. Dem tragen die neue Räume Rechnung. Fotos: sk Foto: az

Gescher (sk). „Zur Rauschenburg 19“, so lautet die neue Adresse des Gescheraner Jugendhauses. Nach einer nur fünfmonatigen Umbauphase konnte die ehemalige Hausmeisterwohnung den jugendlichen Nutzern offiziell übergeben werden.

Von Franz-Josef Schulenkorf

„Die Bedürfnisse und Ansprüche an die Angebote der offenen Jugendarbeit haben sich verändert“, so Ansgar Heming vom Jugendwerk Gescher e.V.. Das „HOT-Spot“ an der Fabrikstraße seien denen nicht mehr gerecht geworden. In der Mitgliederversammlung im April des vergangenen Jahres sei „die Idee geboren“, die leerstehende ehemalige Hausmeisterwohnung des Schulzentrums als Jugendhaus zu nutzen. Es habe einer enormen „Man- und Woman-Power“ bedurft, um aus der Wohnung eine Freizeit-Einrichtung zu schaffen.

„In den vergangen Monaten haben Jugendliche und Kinder sich ihren Freizeitbereich nach eigenen Wünschen und Ideen gestaltet“, sagt Markus Reifers, Leiter der Einrichtung. Und das sei anstrengender und zeitaufwendiger gewesen als gedacht, ergänzt er. So sei der gesamte Umbau in Eigenleistung der Jugendlichen erfolgt. Insbesondere die Pflasterarbeiten seien aufwendig gewesen. Heute zähle die Einrichtung bis zu 50 Besucher täglich. Dabei sei es egal ob es ein Flüchtlingskind, ein Hauptschüler oder Gymnasiast sei. Besonders lobt Reifers die räumliche Nähe zum Schulzentrum als auch zur Wohnsiedlung. Ein besonderes „Loblied“ kann er dabei auf die Nachbarschaft singen, die immer wieder mit Rat und Tat und vor allem mit Augenmerk zur Seite stehe.

Das neue Jugendhaus sticht insbesondere durch kleine Räumen hervor. Damit trägt man den Wünschen der Jugendlichen Rechnung, die Rückziehungsräume „allein zum Chillen“ wünschten. Frau Wegmann vom Jugendhilfeausschuss des Kreises Borken hofft, dass das „Modell Gescher“ Nachahmer über die Grenzen hinaus findet.

Nadine Schulte und Marvin Schmalenberg, beide im 23-köpfigen Ehrenamtler-Team tätig, skizzieren die vielfältigen Aufgaben in der freien Jugendarbeit.

„Ohne Moos ist nirgendwo etwas los!“, meint Bürgermeister Kerkhoff, der das Engagement zahlreicher Sponsoren lobt. Ohne sie sei die Realisierung eines solchen Projektes nicht zu stemmen gewesen.

Google-Anzeigen
Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3974153?categorypath=%2F2%2F798623%2F798631%2F947616%2F