Di., 10.05.2016

Resi Engbers fliegt wieder nach Südindien und bittet Gescheraner um Spenden für Brunnenbau „Die Menschen faszinieren mich“

Resi Engbers fliegt wieder nach Südindien und bittet Gescheraner um Spenden für Brunnenbau : „Die Menschen faszinieren mich“

Im Vorjahr erlebte die Indien-Begeisterte Resi Engbers (2.v.r.) die Einweihung der neuen Kirche in Changanacherry. Mit im Bild: Erzbischof Dr. Thomas Mar Koorilos (2.v.l.) und der Pfarrer der dortigen Gemeinde, Santosh Azhakat. Foto: az

Gescher. Von Düsseldorf über Dubai nach Kochi: Das ist die Reiseroute, die Resi Engbers in 13-stündiger Flugzeit bewältigen will. „Und danach sind es noch einmal vier Stunden Autofahrt“, lächelt die 78-jährige Gescheranerin. Im Juni fliegt sie zum dritten Mal in der jüngeren Vergangenheit in den südindischen Bundesstaat Kerala, um Bekannte zu treffen und mit Geldspenden zu helfen. „Es sind die Menschen, die mich dort faszinieren“, sagt die Seniorin. Obwohl die Armut allgegenwärtig sei, habe sie es dort mit „aufgeschlossenen, frohen, zufriedenen Leuten“ zu tun. „Da ist keine Mauer“, sagt sie und bittet die Gescheraner erneut um Spenden für zwei Einzelprojekte.

Von Jürgen Schroer

2014 war Resi Engbers erstmals in Kerala. Den Weg dorthin ebnete Kaplan Jacob, dessen Heimatgemeinde in diesem Bundesstaat liegt. Er verschaffte der Deutschen Einblicke ins Gemeindeleben und viele Kontakte zu den Einheimischen. Im Vorjahr war sie dabei, als die neue Kirche in Changanacherry mit einer zweitägigen Feier eingeweiht wurde. Hierfür und für die Fertigstellung eines Steinhauses, in dem jetzt eine 6-köpfige Familie lebt, hat Frau Engbers die in Gescher gesammelten Spenden – insgesamt über 3000 Euro – verwendet. Auch jetzt möchte die Gescheranerin wieder helfen: „Es geht um eine Familie, die kein fließendes Wasser hat“. Knapp 100 Meter vom Haus entfernt sei ein Brunnenloch gebohrt werden. Von diesem Brunnen soll eine Leitung zum Haus geführt werden. Zwischen 1800 und 2000 Euro werden benötigt, um das Projekt abzuschließen. Geplant ist, über diesen Anschluss bei Bedarf auch die Nachbarn mitzuversorgen.

Resi Engbers kennt die Familie: Der Vater kümmert sich um die drei Kinder, die Mutter arbeitet als Altenpflegerin in Israel und verdient so den Lebensunterhalt der Familie. „Sie ruft manchmal an“, berichtet Resi Engbers. Wenn eben möglich, möchte sie auch eine junge Witwe unterstützen, die kaum in der Lage ist, das Schulgeld für ihre drei Kinder und die Schuluniformen aufzubringen. „Die Dankbarkeit dieser Menschen ist überwältigend“, weiß die Gescheranerin von ihren bisherigen Aufenthalten.

Die Strapazen der Fernreise, bei der sie von Kaplan Jacob begleitet wird, nimmt die 78-Jährige gerne auf sich. „Ich fühle mich dort zu Hause“, sagt die Gescheranerin und strahlt in Erinnerung an viele schöne Erlebnisse und Kontakte. Das tropische Klima in Südindien vertrage sie gut. „Allerdings ist im Juni Monsunzeit, da wird es oft schütten“, weiß Engbers um die Bedingungen ihres vierwöchigen Aufenthaltes. Die Rückreise ist für den 8. Juli gebucht.

Dankbar ist Resi Engbers allen Spendern in Gescher. Sie hofft, dass sie gesund bleibt und noch öfter nach Indien reisen kann – aber ohne große Spenden-Zusagen. „Ich mache das, was ich überschauen kann“, sagt sie.

0 Spendenkonto: DE 47 4015 4530 0037 4267 56 bei der Sparkasse Westmünsterland, Stichwort: „Familien“

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