Do., 19.05.2016

Zahl der Beschäftigten und Umsätze steigen deutlich / Wirtschaftsförderer Hübers berichtet im Hauptausschuss Wirtschaftszahlen können sich sehen lassen

Gescher (wr). Zahlen, Zahlen, Zahlen legte Wirtschaftsförderer Christian Hübers am Mittwochabend im Hauptausschuss vor (nachdem Bürgermeister Kerkhoff ihn zu seinem künftigen Amt als neuer Kämmerer unter Applaus der Ausschussmitglieder beglückwünscht hatte) Und diese Zahlen, die den Wirtschaftstandort Gescher beschreiben, konnten sich durchaus sehen lassen.

Von Helene Wentker

Bei den Gründungen neuer Unternehmen verbucht Gescher in 2015 „24 Gründungen mehr als Abmeldungen.“ Es handle sich hier größtenteils um Kleingewerbebetriebe, deren Überlebenschancen allerdings ehe wacklig eingestuft werden. Einen Rückgang an Neugründungen seit 2010 führt Hübers auf zwei Gründe zurück: Zum einen seien bis 2010 Fotovoltaikanlagen als Gewerbe anzumelden gewesen. Zum anderen sinke in wirtschaftlich starken Zeiten die Grundtendenz der Neugründungen, weil sich weniger Arbeitnehmer selbständig machten, wenn ihr Arbeitsplatz sicher sei.

Bei den umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen registriert der Wirtschaftsförderer eine relativ konstante Entwicklung zwischen 600 in 2005 und 683 in 2015. Das entspricht einem Plus von 14 Prozent.

Der Umsatz habe sich um deutliche 85 Prozent zwischen 2005 und 2015 gesteigert. Leider bleibe die Milliarden-Grenze mit 985 Mio Euro knapp unerreicht.

Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitstandort Gescher schaffte Gescher zwischen 2013 und 14 einen Anstieg um 1300 Beschäftigte von 5648 auf 6991 und somit einen Wert, den Hübers „nicht ganz zu glauben wagt.“ Damit sei Gescher „besser als Kreis oder Land.“

Über 50 Prozent dieser Beschäftigten seien im Dienstleistungsbereich tätig (im Kreis sind es 36 Prozent). Hübers führte das auf große Arbeitgeber wie Haus Hall oder d.velop zurück. 34 Prozent arbeiten im produzierenden Gewerbe (Kreis 41 %; Land 28 %). Im Handel, Verkehr Gastgewerbe sind in Gescher 11 % tätig (Kreis 22 %).

Bei der Arbeitslosigkeit erreichte Gescher 2006 mit 729 Fällen einen Höchststand. 2015 registrierte die Stadt 413 Arbeitslose; ein Durchschnittswert, den sie seit längerem hält.

Beim Verkauf von Gewerbeflächen tat sich laut Hübers zwischen 2012 und 14 „relativ wenig“, da keine vermarktbaren Flächen bereitstanden. Anders in 2015: Da habe man gut zwei Hektar veräußern können, und auch in 2016 werden dieser Wert erneut erreicht. Dabei liege die Vermarktung größerer Flächen im Trend, hieß es.

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