Mi., 25.05.2016

Alle Ratsfraktionen unterstützen bisherige Amtsleiterin in Heiden / Wahl am 1. Juni Kerstin Uphues soll Erste Beigeordnete werden

Alle Ratsfraktionen unterstützen bisherige Amtsleiterin in Heiden / Wahl am 1. Juni  : Kerstin Uphues soll Erste Beigeordnete werden

Kerstin Uphues (3.v.r.) soll neue Erste Beigeordnete der Stadt Gescher werden. Alle Fraktionen haben ihre Unterstützung für die Wahl am 1. Juni in Aussicht gestellt. Mit im Bild (v.l.): Angelika Dapper-Schneider (Grüne), Ansgar Heming (SPD), Günter Schültingkemper (CDU), Werner Bönning (UWG), Bürgermeister Thomas Kerkhoff und Thomas Haveresch (FDP). Foto: Jürgen Schroer

Gescher. Kerstin Uphues, bisher Leiterin des Ordnungs- und Sozialamtes in Heiden, soll neue Erste Beigeordnete der Stadt Gescher werden. Die 36-Jährige hat sich im Auswahlverfahren gegen 19 weitere Bewerber durchgesetzt und soll in der Ratssitzung am kommenden Mittwoch (1. 6.) zur Nachfolgerin von Sabine Kucharz gewählt werden, die nach 16 Jahren als Beigeordnete in den Ruhestand geht. „Alle Fraktionen unterstützen diese Entscheidung“, teilte Bürgermeister Thomas Kerkhoff am Mittwoch im Beisein der Fraktionsvorsitzenden mit. Dienstantritt für Frau Uphues ist am 1. November. „Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen in Gescher“, sagte sie.

Mit der Glockenstadt verbindet die Verwaltungs-Betriebswirtin viel Positives. „Hier habe ich meinen Mann kennengelernt. Im Glashaus“, verriet sie beim Pressetermin am Mittwoch. Außerdem habe ihr Vater früher für den Bauhof in Gescher gearbeitet. Nach knapp 20 Jahren bei der Gemeinde Heiden wolle sie sich persönlich und fachlich weiterentwickeln. „Ich werde alles geben“, versprach Uphues. Sie freue sich auf die künftigen Kollegen im Rathaus und die Gescheraner Bürger.

Wie berichtet, hatten sich 20 Personen um die Beigeordnetenstelle mit Besoldungsgruppe A 15 in Gescher beworben. Nach Auskunft von Kerkhoff erfüllten zwei Interessierte die fachlichen Voraussetzungen nicht, bei fünf weiteren waren die beruflichen Erfahrungen unzureichend. Die verbleibenden 13 Bewerber unterzog Kerkhoff einer „Nutzwertanalyse“ und präsentierte das Ergebnis dem Ältestenrat. Vier Kandidaten kamen in die engere Wahl und stellten sich den Fraktionsvertretern vor. „Dabei war Frau Uphues sofort ganz vorn“, so Kerkhoff. Am Dienstagabend signalisierten alle fünf Ratsfraktionen ihre Unterstützung für die parteilose 36-Jährige.

„Frau Uphues ist unsere klare Nummer eins“, bilanzierte Werner Bönning (UWG) das Ergebnis der Vorstellungsgespräche. Auch in der SPD habe sie überzeugt, nicht nur fachlich, stellte Fraktionssprecher Ansgar Heming fest. Günter Schültingkemper (CDU) sprach von „zwei guten und zwei sehr guten Kandidaten“ in der Schlussrunde. „Aufgrund ihrer bisherigen Tätigkeiten passt Frau Uphues am besten nach Gescher“, sagte er. Die künftige Erste Beigeordnete und allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters wird voraussichtlich die bisherigen Bereiche „Bürger, Soziales, Ordnung“ und „Bildung, Kultur, Jugend, Sport“ übernehmen. Die genaue Aufgabenverteilung will der künftig dreiköpfige Verwaltungsvorstand noch abstimmen.
Die Beigeordneten-Wahl erfolgt am kommenden Mittwoch ab 18 Uhr in öffentlicher Sitzung. Hier wird sich Kerstin Uphues kurz vorstellen, dann wird ohne weitere Aussprache abgestimmt. Sofern kein Ratsmitglied etwas anderes beantragt, erfolgt diese Wahl öffentlich.

Siehe auch Kommentar in der Donnerstagsausgabe unserer Zeitung

Von Jürgen Schroer
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