So., 29.05.2016

Gescheraner Studio S filmt aus luftigen Höhen: „Für unsere Filme ist das Gerät ideal“ Wenn der Multikopter seine Bahnen zieht

Gescheraner Studio S filmt aus luftigen Höhen: „Für unsere Filme ist das Gerät ideal“ : Wenn der Multikopter seine Bahnen zieht

Studio S, das Peter Schmitz und seine Schwester Katharina gemeinsam mit ihrem Vater betreiben, filmt aus luftigen Höhen. „Der Hexakopter ist ideal für unsere Zwecke“, loben die Geschwister, während sie die Arbeitsweise des Gerätes demonstrieren. Foto: Schmitz

Gescher. Langsam zieht der Multikopter seine Bahnen in etwa 30 Metern Höhe – immer unter der besonderen Beobachtung von Peter Schmitz, der das Fluggerät steuert. „Sagen Sie bloß nicht Drohne“, schmunzelt er, während er das Gerät sanft auf dem Feldweg landet. „Wir fliegen hier einen Multikopter – genauer gesagt einen Hexacopter“, ergänzt seine Schwester Katharina Schmitz, die während des Fluges eine unter dem Multikopter installierte Kamera steuert.

Von Allgemeine Zeitung

Die beiden betreiben, zusammen mit ihrem Vater, das Unternehmen Studio S Filmproduktion GmbH, das sich auf die Herstellung von Image-, Schulungs- und Werbefilmen spezialisiert hat. „Für unsere Filme ist ein Multikopter ideal. Egal ob Maschinen, Gebäude oder auch mal Solaranlagen, wir können Produktionsstätten oder Arbeitsprozesse von oben filmen, ohne auf einen teuren Hubschrauber zurückgreifen zu müssen. Immerhin kostet bei diesem eine Flugstunde mal schnell über 1500 Euro. Da sind Multikopter deutlich günstiger. Zusätzlich kann man mit einem Multikopter auch niedriger und sogar unter Brücken fliegen“, erklärt Peter Schmitz.

Über Vorfälle der letzten Wochen, z.B. das Fliegen über Atomkraftwerken oder über Flughäfen, kann er sich nur ärgern. „Leider gibt es immer Leichtsinnige. Die bringen alle Kopterpiloten, die sich vernünftig verhalten, in Verruf. Wenn wir das machen würden, wäre unsere Lizenz ganz schnell weg.“ Wer mit seinem Kopter Geld verdienen möchte, müsse eine sogenannte Aufstiegsgenehmigung bei der Bezirksregierung beantragen. Als Voraussetzung benötige man mittlerweile Schulungsnachweis und eine zusätzliche Haftpflichtversicherung für das Fluggerät. Da die Anträge inzwischen vermehrt angefordert würden, werde häufig auch nach einer Pilotenzertifizierung gefragt. „Alles bei uns vorhanden. Darüber hinaus müssen wir Regeln beachten: Immer innerhalb der Sichtweite fliegen und nicht höher als hundert Meter. Niemals über Menschenmengen, Bahngleisen oder Autobahnen fliegen. Flughäfen oder Atomkraftwerke sind sowieso tabu“, erklärt Katharina Schmitz die Rechtsgrundlagen.

Die neueste Generation der Fluggeräte verfüge sogar über integrierte Sperrzonen, die einen Start bzw. ein Fliegen in der Nähe von Flughäfen oder Kraftwerken gänzlich verhinderten.

Nach dem Akkuwechsel hebt der Hexacopter wieder ab und kommt schnell auf die gewünschte passende Höhe. „Wir fliegen seit über drei Jahren mit diversen Koptern. Zuerst mit einem kleinen Quadrokopter. Die weißen Dinger sieht man immer im Fernsehen, sobald es um das Thema geht“, erzählt Peter Schmitz. Inzwischen hat Studio S einen zusätzlichen großen Hexacopter angeschafft. Durch die sechs Motoren fällt das Fluggerät nicht wie ein Stein vom Himmel, sollte mal einer der Motoren ausfallen. Darüber hinaus liege das Gerät viel ruhiger in der Luft – selbst bei starkem Wind. Aber der entscheidende Vorteil für das Unternehmen sei die Tragfähigkeit einer größeren und qualitativ hochwertigeren Kamera. „Wir haben eine professionelle Fotokamera, die eine hervorragende Foto- und – das ist für uns ganz wichtig – Videoqualität liefert.“

Das sei ideal für viele Kunden, die in letzter Zeit vermehrt nach Fotos und Videos für Prospekte oder Webseiten fragten, erläutert Peter Schmitz, während er sich wieder dem Multikopter zuwendet, der erneut seine Bahn in etwa fünfzehn Metern Höhe zieht.

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