Do., 01.12.2016

Bauausschuss tut nächsten Schritt / Kerkhoff: „Kreisverkehr statt Ampel an Einmündung in B 525 ohne Chance“ K 44 n: „Wir sind auf der Zielgeraden

Bauausschuss tut nächsten Schritt / Kerkhoff: „Kreisverkehr statt Ampel an Einmündung in B 525 ohne Chance“ : K 44 n: „Wir sind auf der Zielgeraden

Der Kanal wurde an dieser Stelle der Schildarpstraße gegenüber dem Unternehmen Oberwies verlegt und mit einer Baustraße abgedeckt. Diese deutet bereits die neue Trassenführung der K 44n Richtung B525 an. Foto: Helene Wentker

Gescher. Der Bau der K 44n ist auf dem Weg. Einen nächsten Schritt Richtung Bebauungsplan tat am Mittwochabend der Bauausschuss. „Wir sind jetzt nach Jahren endlich auf der Zielgeraden. Da sollten wir nichts zerreden, sondern zum Abschluss kommen und die Kosten im Blick behalten“, mahnte Fritz Leppkes (CDU).

Von Helene Wentker

Vorausgegangen war eine lebhafte Debatte um Details der Planung wie beispielsweise die Frage nach einem Radweg, die Gregor Kösters (UWG) anriss. Der Straßenquerschnitt der K 44n, die zwischen Bahnhofstraße und der B525 verläuft, sieht dies nicht vor. Neben der 6,50 Meter breiten Fahrbahn ist ein 2,50 Meter Gehweg plus Bankette geplant. So komme man auf eine Gesamtbreite von 10,50 Meter; für diese benötigte Breite müsse man keinen Grunderwerb mehr tätigen, erläuterte Bauamtsleiter Uwe Wißmann.Radfahrer würden die Fahrbahn benutzen müssen; Tempo 50 sei für die Fahrzeuge vorgesehen. Die Verkehrsfläche gebe nicht mehr her als 10.50 Meter. Ansonsten würde man auf Privatflächen zugreifen müssen.

Es sei ein „Riesenfehler“, die Radfahrer nicht eigens zu berücksichtigen, ereiferte sich Kösters. Man könne die Frage des Gehweges zwar mit dem Kreis diskutieren, aber nichts zusagen, so Wißmann.

Auch die geplante Ampel an der Kreuzung K 44n/ B525 fand nicht die ungeteilte Zustimmung der Ausschussmitglieder. Sicherheitsrisiken durch teils tiefstehende Sonne und damit verbunden schlechte Sicht befürchtete Matthias Bergmann (UWG). Er plädierte deshalb auch an dieser Einmündung für einen Kreisverkehr – ähnlich wie er an der Einmündung K44n (Schildarpstraße)/ Bahnhofstraße geplant ist .

Hier fand Bürgermeister Thomas Kerkhoff deutliche Worte: Sowohl die Abbindung der Alten Feldmark als auch die Ampel an der B 525 seien für Straßen.NRW die entscheidende Grundlage für deren Zustimmung: „Anders kriegen wir es nicht durch“, so Kerkhoff.

Da laut Gutachter zu erwarten ist, dass die K 44n an einigen Stellen die Richtwerte des Schallschutzes überschreiten wird, wird laut Bauamtsleiter im Verfahren überprüft, ob und wie dort Schallschutzmaßnahmen zu verwirklichen sind.

Mit den Planvorentwürfen wird jetzt eine frühzeitige Beteiligung von Öffentlichkeit, Behörden sowie eine Abstimmung mit den Nachbarkommunen durchgeführt. Das beschloss der Ausschuss bei vier Enthaltungen.

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