Do., 01.12.2016

Sollen Gescheraner Sperrmüll ganzjährig und kostenfrei zur EGW bringen können – und dafür Sammeltermine gestrichen werden? Müll auf neuen Wegen: EGW will sich vergrößern

Sollen Gescheraner Sperrmüll ganzjährig und kostenfrei zur EGW bringen können – und dafür Sammeltermine gestrichen werden? : Müll auf neuen Wegen:...

Die EGW will ihren Wertstoffhof in Estern deutlich vergrößern und effizienter gestalten. Überlegungen dazu stellte EGW-Geschäftsführer Kleyboldt jetzt im Bauausschuss Gescher vor. Foto: EGW

Gescher (wr). Der Wertstoffhof der EGW (Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland) in Estern soll sich vergrößern. Von „mehr als einer Verdoppelung“ ist die Rede. Höhere Effizienz und Optimierung verspricht man sich von diesen Plänen. Erste Überlegungen dazu stellte EGW-Geschäftsführer Peter Kleyboldt am Mittwoch im Bauausschuss Gescher vor.

Von Helene Wentker

Was das mit der Glockenstadt zu tun hat? Auch Gescher würden Kosten für eine solche bauliche Erweiterung indirekt betreffen, wenn es z. B. zur Umstellung bei Sammlung und Transport von Sperrmüll käme.

Bürger trügen zunehmend den Wunsch an ihn heran, ihren Sperrmüll ganzjährig los zu werden, indem sie ihn selbständig zum Wertstoffhof anliefern könnten, wo er dann kostenfrei entsorgt werde, äußerte Bürgermeister Thomas Kerkhoff im Ausschuss. Bisher wird diese Entsorgung in der Glockenstadt über zwei jährliche Sammeltermine geregelt, zu denen ein beauftragtes Unternehmen den Sperrmüll abholt. Darüber hinaus anfallenden Sperrmüll können die Bürger zur EGW bringen und dort kostenpflichtig entsorgen lassen.

Eins steht für Gregor Kösters (UWG) von Anfang an fest: Das neue Modell „darf für die Bürger nicht teurer werden.“ Schließlich werde auch die EGW ihre Investitionskosten umlegen. So verlangte Kösters zunächst „Daten, Zahlen und Fakten.“

Einsparmöglichkeiten für die Stadt sieht EGW-Chef Kleyboldt einige: Die beiden Sammelaktionen kosteten 10 000 Euro im Jahr. Schon dies könne „ein Beitrag sein zu dem, was künftig wird.“ Weiterhin gebe die EGW die Wertstofferlöse von deutlich über einer Mio Euro an die Kommunen zurück. Auch das könne zur Gegenfinanzierung herangezogen werden. Ferner werde die Stadt eine Ersparnis bei der Entsorgung wilden Mülls erzielen: „Weil der Bürger dafür keine Motive mehr hat, sollte die ganzjährige kostenfreie Entsorgung Wirklichkeit werden“, glaubt Kleyboldt.

(Ältere) Bürger, die ihren Sperrmüll nicht zur EGW bringen können, könnten über ein Entgelt (etwa 35 Euro) die EGW zum Abholen beauftragen. Praktisch werde von der Möglichkeit in anderen Kommunen (Velen) kein Gebrauch gemacht, so Kleybodt. Natürlich wolle man Bürger motivieren, ihre Abfälle der EGW zu überlassen, um die Stoffströme in den Kreislauf der Wirtschaft zurück zu geben.

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