Mo., 17.04.2017

Fans der Gescheraner Band Silent Revenants finanzieren Produktion der ersten CD / 95 Unterstützer Zeit ist reif fürs erste Album

Fans der Gescheraner Band Silent Revenants finanzieren Produktion der ersten CD / 95 Unterstützer : Zeit ist reif fürs erste Album

Die Silent Revenants mit den Bandmitgliedern Denise Schlahn, Marina Grave, Celina Schubert, Peter Weissink, Hermann Remmers, Jannik Hütt und Julian Kirschbaum arbeiten mit Hochdruck an ihrem ersten Album. Foto: Carmen Liebig

Gescher (fsk). Nach unermüdlicher Arbeit im Studio und auf der Bühne findet nicht nur die Gescheraner Band Silent Revenants, dass es Zeit für das erste eigene Album ist. Seit 2012 erarbeiteten sich die Musiker aufwändige Arrangements, spektakuläre Bühnenshows und eine stetig wachsende Fanbase – und die wurde bei der Realisierung des ersten Langspielers mit einbezogen: Nach dem Crowdfunding-Prinzip sammelte die Band mehr als 6000 Euro. Jetzt können die Musiker die Arbeit aufnehmen.

Von Allgemeine Zeitung

Silent Revenants, das sind sieben Gescheraner Musiker, die ihren Stil selbst als Progressive Metal bezeichnen. Neben der Standard-Besetzung Gitarre, Schlagzeug, Bass und Gesang sorgt die Ergänzung um Violine, Keyboard und Great Highland Pipes (Dudelsack) für musikalische Vielfalt. Zum anderen reicht das Songrwriting von soften Balladen bis zu harten Heavy Metal-Brettern. Damit lässt sich die Band nur schwer in ein bestimmtes Genre einordnen.

Die lautesten Rufe nach einem Album kamen von den Fans. Zwar gab es schon Demo-Aufnahmen und furios gefeierte Konzerte wie beim Public Viewing auf dem Rathausplatz. Aber mit improvisierten Aufnahmen und gelegentlichen Auftritten wollten sich die Freunde der Band nicht zufriedengeben. Sie verlangten etwas in professioneller Qualität und ständig abrufbar: eine CD. Einem gut produzierten Album geht allerdings eine kostspielige Aufnahme in einem richtigen Tonstudio voraus, und die hat ihren Preis: Die Kosten für Aufnahme, Mixing und Mastering würden sich auf rund 6000 Euro belaufen, erklärt Gitarrist Julian „Kirsche“ Kirschbaum. „Und die hatten wir nun mal nicht.“ Um den Traum von der ersten CD doch zu realisieren, schlugen die Fans selbst vor, nach dem Prinzip des Crowdfundings in Vorkasse zu treten.

Während viele Bands sich in Schutz und Unterstützung eines Plattenlabels wiegen, wollen Silent Revenants erstmal eigenständig arbeiten. Das erlaubt künstlerische Freiheiten. Kein Labelboss kann ihnen sagen, was sie wie zu tun und zu spielen haben. Eine Zusammenarbeit mit einem Label wollen „Kirsche“ und seine Band daher frühestens in Angriff nehmen, „wenn der erste Silberling fertig ist.“

Wofür die Unterstützer gespendet haben, erklärt „Kirsche“ und verspricht nicht wenig: „Wir planen, aus dem Vollen zu schöpfen.“ Zusätzlich zu der bereits üppigen Instrumentierung sollen auch Irish-Whistles, Congas und andere exotische Instrumente zu hören sein. Das erlaubt der Band, ihren Spielraum von klassischem Symphonic Metal um folkige Rocknummern, progressive Passagen und epische Melodien zu erweitern. Die „Crowd“ wirkt auch aktiv an der Produktion mit: Sogar ein Chor aus Coesfeld unter der Leitung von Markus Eckrodt wird zu hören sein.

Innerhalb von sechs Wochen kamen durch 95 Unterstützer die benötigten 6000 Euro zusammen. Das Ziel wurde sogar um 50 Euro überschritten. Das sind rund 63 Euro pro Spende.

Vier Unterstützern genügte das günstigste angebotene Geschenk: ein Dankeschön in Form einer Erwähnung im angekündigten Dankesvideo. Kosten: fünf Euro. Die meisten Unterstützer (25) entschieden sich für das neue Album mit den Unterschriften aller Bandmitglieder für 25 Euro. Immerhin zwei Unterstützer legten 200 Euro aus, um im Booklet der CD erwähnt zu werden sowie drei signierte CDs und ein T-Shirt zu erhalten. Erscheinen wird die CD „Walk with Fire“ voraussichtlich Mitte Mai.

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