Mi., 14.06.2017

Rangeleien sollen Ende haben / Projekt geplant / Ausschreibung der Schülerbeförderung läuft Vom guten Ton im Schulbus

Rangeleien sollen Ende haben / Projekt geplant / Ausschreibung der Schülerbeförderung läuft : Vom guten Ton im Schulbus

Nicht immer klappt es so vorbildlich mit dem Aufstellen und gegenseitiger Rücksicht im und am Schulbus wie hier. Jetzt will man ein Projekt initiieren, um bestimmte Regeln für diese Busfahrten zu setzen und den Kindern zu vermitteln. Foto: Archiv

Gescher/Hochmoor. Ein Brief aus Hochmoor hat einiges ins Rollen gebracht. Darin drücken drei Schüler ihre Sorgen über „Einstieg und Verhalten im Schulbus“ aus, wie die Erste Beigeordnete Kerstin Uphues jetzt im Ausschuss für Generationen berichtete.

Von Helene Wentker

Man habe bereits mit Schule und Verkehrswacht gesprochen und will ein Projekt initiieren, das Regeln für die Fahrten der Kinder im Schulbus vermitteln soll. Uphues: „Wir sind auf dem Weg, dem Problem zu begegnen.“

Ob sichergestellt sei, dass jedes Kind im Schulbus einen Sitzplatz habe, wollte Hildegard Kowollik (UWG) wissen. Uphues verneinte das. Aber auch auf diese Frage wolle das Projekt eine Empfehlung geben: Kleine Schüler sollten sitzen, Große eher stehen. Zu hören sei ferner von Rangeleien beim Einstieg in den Bus, oder dass Schüler beim Anfahren des Busses mitliefen.

„Dass viele Schüler im Bus stehen müssen, hört sich böse an. Aber kein Unternehmen nimmt mehr Fahrgäste mit als gesetzlich zulässig“, schaltete sich Verwaltungsmitarbeiterin Anja von dem Berge in die Diskussion ein. Idealerweise sollten ältere Schüler die Verantwortung für die Kleineren übernehmen. Was den überfüllten Bus in Hochmoor betreffe, so prüfe Westfalenbus als öffentliche Linie, ob eventuell ein zweiter Bus eingesetzt werde.

„Deutlich unangebracht“ nannte Bürgermeister Thomas Kerkhoff die Empörung darüber, dass nicht alle Schüler einen Sitzplatz hätten. Dass es in Bussen eine bestimmte Anzahl an Sitz- und Stehplätzen gebe, sei gängige Praxis – „oder wir nehmen gänzlich andere Summen in die Hand“, ergänzte er. Doch das zu gewährleisten sei „Augenwischerei“.

Derzeit läuft die europaweite Ausschreibung der Schülerbeförderung, die der Rat im April beschlossen hatte. Nach Preisabfrage sei der Beratungsauftrag an das Büro Wolter Hoppenberg vergeben worden, informierte die Verwaltung. Das erfahrene Büro übernehme die Vorbereitung des Verfahrens, wobei die Verwaltung selbst viel zuliefere, wie Uphues betonte.

Ein Kriterium der Ausschreibung sei auch die Zahl der Mindesthaltestellen, wobei die jetzigen Haltepunkte als „Mindesthaltestellen“ angesetzt seien. Wenn ein Anbieter dies nicht einhalten könne, werde zu prüfen sein, wie viele Schüler davon betroffen wären, so Uphues. Sie vermochte noch nichts über die Resonanz auf die Ausschreibung zu sagen, da diese soeben erst auf den Weg gebracht worden sei. Busunternehmer hätten im Vorfeld signalisiert, dass zur Planungssicherheit in Fragen von Fahrzeuganschaffung und Personal ein Auftrag über fünf Jahre „eine gute Sache“ wäre. Dieses Kriterium berücksichtigt die Ausschreibung.

Das Ausschreibungsergebnis wird Mitte August erwartet. Dann würden die Eltern umgehend über Routen und Fahrpläne informiert. Anja von dem Berge: „Wir halten die Eltern auf dem Laufenden!“

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