Fr., 14.07.2017

Dietmar Paskert trainierte erst die Söhne und ist jetzt ehrenamtlicher Jugendgeschäftsführer des SV Gescher Wenn der Papa Fußball liebt

Dietmar Paskert trainierte erst die Söhne und ist jetzt ehrenamtlicher Jugendgeschäftsführer des SV Gescher : Wenn der Papa Fußball liebt

Dietmar Paskert ist Jugendgeschäftsführer der Fußballabteilung beim SV Gescher. Diese Aufgabe erweist sich als so zeitintensiv, dass der Gescheraner zum Saisonende jetzt auch die Trainerstiefel an den Nagel hängt. Foto: Kortbus

Gescher. „Welcher Papa hat schon mal Fußball gespielt?“

Von Helene Wentker

Mit dieser Frage fing alles an. Dietmar Paskert (46), Vater von Julius (heute 12) und Lutz (heute 10), meldete sich. Und schon fand sich der passionierte Sportler, der als Kind selbst so gern gekickt hatte und nun seine Jungen in die Welt des Fußballs einführte, in einer neuen Rolle wieder.

Gemeinsam mit zwei weiteren Vätern stieg Paskert vor sechs Jahren als Trainer im E- und F-Jugendbereich ein, coachte damals auch die eigenen Söhne. Diesem Ehrenamt ist er bis heute treu geblieben. Vor drei Jahren kam eine weitere Tätigkeit hinzu: Dietmar Paskert ist Jugendgeschäftsführer der Fußballabteilung beim SV Gescher. Die Aufgabe allerdings erweist sich als so zeitintensiv, dass der Gescheraner nicht nur andere Hobbies wie Rennradfahren und Jogging hintan stellen muss, sondern zum Saisonende jetzt die Trainerstiefel an den Nagel hängt.

Doch als Jugendgeschäftsführer weiß Paskert nur allzu gut, wie händeringend ein so großer Verein wie der SV Gescher mit seinen 38 Jugendmannschaften und circa 500 Kindern nach Trainern sucht. Er appelliert: „Jeder, der Interesse am Fußball hat und sich zutraut, den Kindern als Coach etwas beizubringen, kann sich gern beim SV melden.“

Denn dass der Spielbetrieb wie am Schnürchen läuft, sei nicht selbstverständlich, selbst wenn das heute mancher glaube. „Die Wertschätzung für ehrenamtliche Arbeit scheint in der Gesellschaft ehe abzunehmen“, beobachtet Paskert. Um gleich hinzuzusetzen: „Ich mach das wirklich gern, keine Frage. Aber wir sind auch nicht die Fußabtreter, wenn es was zu meckern gibt.“

Schließlich bleibe es nicht aus, dass mal etwas schief laufe, oder sich nicht so verwirklichen lasse wie geplant. Wer wüsste das nicht besser als der Mann, der, unterstützt von weiteren Helfern, den Spielbetrieb für die Jugendlichen am Laufen hält. Und dazu gehört so einiges: Mannschaften müssen eingeteilt werden, Spielerpässe wollen verwaltet sein, Trainingspläne sind zu erstellen, Vorsorge für das Material muss geleistet, die Kinder mit Trikots ausgestattet werden. Viele dieser Notwendigkeiten verwaltet und leistet Paskert abends daheim am PC.

Darüber hinaus steht sein Handy oft nicht still: Eltern melden sich mit Fragen und Wünschen, der Kontakt zu den Trainern muss stimmen, der Draht zum Vereinsvorstand glühen: „Kommunikation ist wichtig“, weiß er. Trotz aller Arbeit liebt der Sportler sein Ehrenamt sehr. „Es macht Spaß mit den Kindern zu arbeiten, zu sehen, wie sie Gemeinschaft erleben und wie sie sich entwickeln; ihnen ein Vorbild vorzuleben, damit auch sie sich später wieder für Gemeinschaft engagieren: Und viele tun das bereits in jungen Jahren.“

| Lesen Sie den ausführlichen Bericht am Samstag in unserer Printausgabe

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